St. Galler Quereinsteiger kaufte alles
Küchenchef in Walliser Skigebiet geht nach Übernahme

Vor knapp einem Jahr schnappte sich Unternehmer Roger Büchel die Gemmibahnen. Auf die Wintersaison hin springen einige bewährte Mitarbeiter ab – unter anderem der Küchenchef. Wo sieht der neue Besitzer die Gründe?
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Seit letztem September haben die Gemmibahnen in Leukerbad VS einen neuen Besitzer.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Roger Büchel kaufte 2025 das Skigebiet Gemmi bei Leukerbad VS
  • Nach Besitzerwechsel kündigten mehrere Mitarbeitende, darunter Schlüsselpositionen
  • 230'000 Fahrgäste und 12'000 Logiernächte
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

54 Jahre Lang hat die Familie von Wolfgang Loretan (61) die Gemmibahnen von Leukerbad VS geleitet. Im September 2025 gingen sie in fremde Hände über. Der St. Galler Roger Büchel (53) schlug zu und kaufte das ganze Skigebiet auf 2350 Metern über Meer – inklusive Panoramarestaurant und Hotel.

Knapp ein Jahr nach der Übernahme lässt ein Blick aufs Stellenportal der Destination aufhorchen. Zahlreiche Stellen sind frei, darunter viele in der Gastronomie. Gesucht werden nicht nur ein Küchenchef, Souschef, Koch, Küchenhelfer und eine Restaurantfachkraft. Sondern auch ein Chef de Service und ein stellvertretender Hotelmanager. Wichtige Personalien also. Wie der «Walliser Bote» aus dem Umfeld der Mitarbeitenden hörte, sollen die Mitarbeitenden auch gekündigt haben, weil der langjährige Besitzer Wolfgang Loretan geht.

Der Besitzer relativiert

Sein Nachfolger Büchel ist Quereinsteiger. Mit dem Betrieb von Bergbahnen hat er bisher noch keine Erfahrung. Er war zuvor CEO des Zürcher Kongresshauses und ist Inhaber eines Eventtechnik-Unternehmens. Gegenüber Blick relativiert Büchel: «In der Küche werden lediglich zwei Stellen frei – jene des Küchenchefs und eines Kochs. Als Variante zur Position des Kochs ist eine Stelle als Souschef und eines Küchenhelfers ausgeschrieben.»

Für ihn sind die Wechsel im Team nichts Aussergewöhnliches. «Zum einen gehört es zur Fluktuation», so der St. Galler. «Zum anderen ist es normal, dass bei Austritten von Kadermitgliedern auch Mitarbeitende mitgehen.» Sorgen, dass sich die Stellen trotz trockenem Arbeitsmarkt nicht besetzen lassen, hat er keine. Erste Bewerbungen sollen bereits eingegangen sein. Büchel sucht die neuen Angestellten per Anfang/Mitte Dezember.

Bahn und Restaurant sind im Schuss

Ungeachtet einiger offener Stellen sind die Zahlen des kleinen Skigebiets ob Leukerbad gut. Rund 230'000 Fahrgäste und 12'000 Logiernächte sind eine Ansage. «Seit der Übernahme haben sich Gästezahlen und Umsatz sogar leicht erhöht», so Büchel. Ein grosser Teil dazu beigetragen hat Vorgänger Loretan. Er hat in den letzten Jahren 30 Millionen Franken investiert, zuletzt in eine neue Bergstation. Noch bis Ende November ist Loretan auf der Gemmi – dann ist Schluss. Genauso wie für einige langjährige Mitarbeiter.

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