Skandal um verunreinigte Säuglingsnahrung
Schweizer Händler zu Rückrufen: Hotlines laufen heiss

Die aktuelle Rückrufaktion bei Babynahrung verunsichert viele Kundinnen und Kunden der Händler. Viele weichen auf Ersatzprodukte aus. Zudem sind die Hotlines der Händler stark ausgelastet.
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Der Rückruf von Babynahrung von Herstellern wie Nestlé sorgt weltweit für Erschütterung, trifft die Konzerne schwer.
Foto: imago images/Future Image

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rückruf von Babynahrung verunsichert Schweiz, Nachfrage nach Alternativen steigt stark
  • Bimbosan-Produkte besonders beliebt, Absatz zuletzt deutlich gestiegen
  • Coop-Hotlines mit vielen Fragen, Lidl ohne betroffene Produkte stabil
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Riccarda CampellRedaktorin Wirtschaft

Der Rückruf diverser Chargen von Marken-Babynahrung weckt weltweit Ängste bei Jungmüttern und -vätern. Auch in der Schweiz greift der Skandal um Gift in Säuglingsprodukten um sich.

Schweizer Detailhändler sind ein Barometer für die Verunsicherung bei Kundinnen und Kunden. Sie sind mit zahlreichen Fragen und Sorgen konfrontiert, bestätigt eine Umfrage von Blick.

Nachfrage zurückgegangen

Der Rückruf drückt die Verkäufe spürbar. Bei Migros ist die Nachfrage nach den betroffenen Produkten eingebrochen. «Kundinnen und Kunden weichen aktiv auf Ersatzprodukte aus», sagt eine Sprecherin gegenüber Blick. Auch Coop und der Discounter Aldi bestätigen: Alternativen sind derzeit stark gefragt.

Manor beobachtet zusätzlich einen «auffälligen Trend» zu Bio-Babynahrung. Beim Online-Marktplatz Galaxus greifen viele weiterhin zu vertrauten Marken – einfach zu jenen Produkten, die nicht betroffen sind. «Zudem sind aktuell Produkte von Bimbosan sehr beliebt. Ihr Absatz legte in den letzten Wochen deutlich zu», so die Medienstelle.

Der Apothekenbetreiber Galenica beobachtet dagegen eine andere Entwicklung: «Wir stellen bereits seit längerem einen Rückgang der Nachfrage nach Produkten im Bereich Babynahrung fest.» Dennoch zeigt sich auch hier: Viele Kundinnen und Kunden wechseln zu anderen Marken.

Das Babynahrungssortiment vom Detailhändler Lidl ist dagegen aktuell von keinen Rückrufen betroffen. Die Nachfrage sei stabil.

Drähte laufen heiss

Auch das Verkaufspersonal bekommt die Rückrufe zu spüren. Bei Coop laufen die Drähte heiss. Mitarbeitende in den Filialen und an den Hotlines müssen zahlreiche Fragen beantworten. «Viele wollen wissen, welche Produkte konkret betroffen sind», bestätigt die Medienstelle.

Konkurrentin Migros: «Die Fragen drehen sich vor allem um die Sicherheit der betroffenen Produkte und um die Verfügbarkeit von Alternativen.»

Aldi Suisse und Galenica registrieren ebenfalls einzelne Rückmeldungen. Dabei geht es weniger um die Qualität der Ware als um Organisatorisches: Wie erhalte ich mein Geld zurück? Wie funktioniert der Umtausch?

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