Schweizer WM-Gegner Katar
Doha-Scheichs stehen auf unsere Luxus-Hotellerie

Die Schweizer Nati startet an der Fussball-WM gegen Katar. Ein Land, das enge wirtschaftliche Beziehungen zur Schweiz pflegt. Uhren, Edelmetalle und Pharmaprodukte machen das Emirat zu einem der wichtigsten Exportmärkte für unser Land.
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Das Nationalteam von Katar bei der Ankunft in den USA.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz pflegt starke Exportbeziehung zu Katar
  • Staatsfonds investierte über 1 Milliarde Franken in Schweizer Hotels
  • In Katar sprudeln die Ölmilliarden
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Moritz MeisterRedaktor Wirtschaft

Im ersten Gruppenspiel der Fussball-WM geht es für die Nati gegen Katar. Während die Fussballer auf dem Feld – wohl vor halbleeren Rängen – um Punkte kämpfen, pflegt die Schweiz abseits des Sports langjährige Beziehungen zum Emirat. Während der Import aus Katar recht gering ausfällt, sieht es beim Export auf die Halbinsel am Persischen Golf mit Zentrum Doha anders aus.

Katar zählt zu den Top 5 der wichtigsten Schweizer Exportmärkte, vor allem Edelsteine und Edelmetalle sowie Luxusuhren, Maschinen und Pharmaprodukte werden dorthin exportiert.

Der katarische Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) investiert massiv in die Schweizer Luxushotellerie. Über eine Milliarde Franken steckte QIA in den Kauf und die Renovierung des Bürgenstock-Resorts am Vierwaldstättersee, des Hotels Schweizerhof in Bern und des Royal Savoy in Lausanne.

Zudem ist QIA mit knapp 9 Prozent ein Hauptaktionär des Zuger Rohstoffhändlers Glencore. Vor dem Zusammenbruch der Credit Suisse und der Übernahme durch die UBS war Katar über 14 Jahre lang der zweitgrösste Aktionär der Grossbank.

Eine Aussenaufnahme des Palace Hotels des Bürgenstock Resorts.
Foto: URS FLUEELER

Das gesamte Bruttoinlandprodukt von Katar beträgt gemäss Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) umgerechnet 176 Milliarden Franken. Pro Kopf sind das knapp 57'000 Franken (Stand November 2025). Damit zählt Katar zu den Top 10 der wohlhabendsten Länder der Welt. Doch woher kommt dieser Reichtum? Ende der 1930er-Jahre wurde in Katar Erdöl entdeckt. Durch den Export des Öls in den folgenden Jahren erlangte das Land das erste grosse Geld.

Investition in Flüssiggas sorgt für Geldregen

1971 kam es vor der Küste Katars zu einer folgenschweren Entdeckung, die für einen noch grösseren Geldregen sorgen sollte. Das sogenannte North Field, das grösste reine Erdgasfeld der Welt, wurde entdeckt. Zu Beginn haperte es noch am Export, doch mit der geglückten Investition, das Erdgas in Flüssiggas umzuwandeln, gingen die Exportzahlen komplett durch die Decke.

Anfang der 2000er-Jahre stieg Katar zum grössten Exporteur weltweit auf und rangiert auch heute noch in den Top 3. Dies brachte dem Land enorme Gewinne ein. Die mit dem Gasexport erzielten Überschüsse fliessen wiederum direkt in den Staatsfonds QIA, womit unter anderem auch in weitere Immobilien und Unternehmen in der Schweiz investiert wird.

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