Preise bei Ausflugsbahnen verärgern Leser
«Eine Familie kann sich das schon gar nicht mehr leisten»

Die Preise für Ausflugsbahnen in der Schweiz steigen weiter: Eine Fahrt aufs Schilthorn kostet 115 Franken, aufs Jungfraujoch sogar 239.20 Franken. Ein Grossteil der Blick-Community kritisiert die hohen Tarife scharf.
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Die hohen Preise für eine Fahrt auf die beliebten Schweizer Berggipfel kommen in der Blick-Community schlecht an.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Preise für Ausflugsbahnen steigen stark
  • Kritik: Schweizer fühlen sich abgezockt
  • Rabatte für Gruppen und Reiseorganisatoren sorgen für Ärger
  • Gruppenrabatte von 20 bis 30 Prozent, Halbtax bleibt meist günstiger für Schweizer
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Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Die beliebten Ausflugsbahnen ziehen im Sommer zahlreiche Gäste in luftige Höhe. Dafür müssen sie jedoch tief ins Portemonnaie greifen. Denn auch die Preise der Bahnen klettern kontinuierlich in die Höhe, wie Blick berichtet hat. Eine erwachsene Person zahlt für den Normaltarif aufs Schilthorn retour 115 Franken. Die Retourfahrt aufs Jungfraujoch kostet 239.20 Franken. Für eine Rundreise von Zermatt nach Cervinia berappt man in der Hochsaison ohne Vergünstigungen 264 Franken hin und zurück. Das sind 24 Franken mehr als noch bei der Eröffnung 2023. 

Viele Schweizer verfügen über ein Halbtax oder GA und fahren bei den meisten Bahnen zum halben Preis. Aufs Jungfraujoch fällt der Rabatt saisonal etwas geringer aus. Mit dem Generalabo ist die Fahrt auf die Rigi sogar gratis. Doch die Preise kommen beim Grossteil der Blick-Community gar nicht gut an.

«Normalverdienende Schweizer gehen nicht mehr auf diese Berge, sondern nur noch vermögende Touristen. Die Schweiz wird ein Monaco-Disneyland für den halben Planeten», schreibt etwa Dario Weber. Auch Patrick Weber geht mit den Tarifen hart ins Gericht. «Das ist doch pure Abzocke in seiner Blütezeit. Willkommen in der Schweiz. Bitte halten Sie Ihr prall gefülltes Portemonnaie griffbereit.» 

Sandro Esquina kommentiert die Preise wie folgt: «Als Schweizer mit einem normalen Lohn kann man sich diese Preise nicht mehr leisten. Traurig.»

«Alles nur noch für Touristen ausgelegt»

Gerade bei Familien sind die Ausflüge fürs Budget besonders belastend. Das Arbeitspensum wird für die Kinderbetreuung meist reduziert, gleichzeitig müssen damit drei, vier oder fünf Personen finanziert werden. «Unverschämt wie die eigenen Leute abgezockt werden. Eine Familie mit Kindern kann sich das schon gar nicht mehr leisten», ärgert sich Christine Krauss-Wirz. Dann heisse es immer, das Geld soll im Land bleiben. «Aber wie denn? Ist doch alles nur noch für die Touristen ausgelegt.» 

Die Bahnen entschärfen die Belastung für Familien etwas, indem sie für Kinder grosszügige Rabatte bieten. 

Auch Rabatte für ausländische Gruppen sorgen für Stunk

Die Rabatte für grosse Gruppen hingegen sind einigen ein Dorn im Auge. «Die ausländischen Touristen und ausländischen Reiseveranstalter kaufen all diese Tickets zu einem Spottpreis! Wir Schweizer müssen den regulären Preis bezahlen», schreibt Esther Weber.

Die Rabatte fallen in der Regel deutlich geringer aus als für Inhaber eines Halbtax. Gruppenrabatte bewegen sich bei vielen Bahnen im Bereich von 20 bis 30 Prozent. Sehr grosse Touroperatoren können ihrer Kundschaft noch grössere Rabatte weitergeben. Doch auch hier fährt man mit Halbtax im Vergleich fast immer günstiger.

Zahlreiche Community-Mitglieder verzichten wegen der stattlichen Preise ganz auf die Angebote. «Ich sehe die Rigi von zu Hause. Zahle keine horrenden Preise!», schreibt etwa Mariella Brunner. «Da lob ich mir das Flachland. Schöne Regionen, tolle Ausflugsziele ohne superteure Bahnen!», kommentiert Markus Loosli. 

«Kann jeder selber entscheiden, ob er die Bahn benutzt»

Doch es gibt auch Stimmen, die mit den Preisen kein Problem haben. «Kann ja jeder selber entscheiden, ob er die Bahn benutzt oder nicht. Andere Sachen wie Mieten oder Krankenkasse kann man nicht selber entscheiden», schreibt Manuel Loretz. 

«Der wichtigste Faktor in einem Unternehmen: Nachfrage bestimmt das Angebot und den Preis», kommentiert Ryan Kand. Die Schweizer Preise seien marktüblich in touristischen Gebieten rund um den Globus. «Die Angestellten wollen schliesslich anständig bezahlt und die Betriebskosten beglichen werden», führt er aus. 

Werner Signer fragt sich, warum man überhaupt über die Preise diskutiert. «Zu Fuss ist eh gesünder, interessanter und unterhaltsamer.»

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