Münz immer weniger wichtig
Schweizer haben Bargeld nur noch aus Angst im Portemonnaie

Herr und Frau Schweizer zahlen am liebsten mobil via Handy, Smartwatch oder andere Geräte. Das zeigt der neue «Visa Payment Monitor». Das mobile Bezahlen überholt demnach erstmals physische Plastikkärtli und Bargeld.
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Jeder Dritte meidet Geschäfte, die keine digitalen Zahlungen akzeptieren.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Neu bezahlen Schweizer am liebsten mit dem Handy
  • 72 Prozent haben Sicherheitsbedenken gegenüber Sofortzahlungen
  • Drei Viertel der 18- bis 35-Jährigen wollen heute überall mobil bezahlen können
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«Die Schweiz hat einen neuen Spitzenreiter im Zahlungsverkehr», verkündet der Kreditkarten-Riese Visa in seinem neuen «Payment Monitor». Die repräsentative Umfrage unter 1000 Schweizerinnen und Schweizern misst die Einstellung der Bevölkerung zum digitalen Bezahlen. Und zeigt: Das Smartphone ist das beliebteste Zahlungsmittel in der Schweiz – und überholt erstmals das Plastikkärtli sowie Münz und Nötli. 

Laut Studie bevorzugen 28 Prozent der Befragten die Zahlung per Handy. 27 Prozent zücken am liebsten die Karte, und ein Viertel präferiert Bargeld. 

Grossteil der Jungen wollen überall mobil zahlen können

«Wer mit dem Smartphone kontaktlos bezahlt, nutzt dabei die Karte, die auf dem Gerät hinterlegt ist. Das zeigt, dass die Investitionen der Branche in die modernen Debitkarten der richtige Schritt sind», sagt Santosh Ritter, Länderchef von Visa Schweiz, zur Nachrichtenagentur AWP. «Zudem sehen wir, dass sich der Trend zum digitalen Bezahlen fortsetzt.»

Besonders junge Menschen interessieren sich für die Verbreitung digitaler Zahlungsmöglichkeiten. Fast drei Viertel der 18- bis 35-Jährigen sind der Meinung, dass man heute überall mit Karte oder mobil bezahlen können sollte. Unter den jungen Erwachsenen zahlen zudem bereits zwei von drei Personen mobil, während in der Gesamtbevölkerung rund jeder Zweite an der Ladenkasse sein Smartphone zückt.

Jeder Dritte meidet Läden, die nur Bargeld akzeptieren

Knapp die Hälfte der Befragten gab an, Bargeld nur noch aus Angst, in einem Geschäft nicht digital bezahlen zu können, mit sich zu führen. Gleichzeitig geben 32 Prozent der Bevölkerung an, Geschäfte, welche ausschliesslich Bargeld akzeptieren, aktiv zu meiden.

«Wer keine digitalen Zahlungen akzeptiert, verliert potenziell Kunden und damit Geschäft», meint Ritter. Unternehmen seien gut beraten, ihren Kunden die Wahl zu lassen, so zu bezahlen, wie diese es möchten.

Angst vor Sofortüberweisungen

Die Hälfte der Schweizer glaubt, dass es in fünf Jahren normal sein wird, nicht mehr mit Bargeld zu bezahlen. Knapp jeder Dritte geht aktuell davon aus, dass KI das Einkaufen in Zukunft übernehmen wird.

Beim Thema Echtzeitüberweisungen zeigt sich ein ambivalentes Bild. Zwar ist das Angebot im Alltag der Schweizer angekommen – jeder Zweite verwendet Echtzeitüberweisungen zumindest unregelmässig. Das Vertrauen muss sich aber erst aufbauen. So äussern 72 Prozent noch Bedenken bei der Nutzung von Instant Payments, hauptsächlich wegen der fehlenden Rückbuchungsmöglichkeit.

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