Zwei Firmen im Kanton Luzern machen ihre Standorte dicht. Im Willisauer Ortsteil Gettnau trifft es die Andritz Beutler AG und in Emmenbrücke schliesst die Serge Ferrari Tersuisse SA. Dieser Knall hat 112 Entlassungen zur Folge.
Das Aus der Andritz Beutler AG habe sich abgezeichnet und sei nun Realität geworden, schreibt «20 Minuten» in Berufung auf den «Willisauer Bote». Mindestens 40 der 50 Mitarbeitenden stehen nun ohne Job da, heisst es.
Service-Angestellte haben noch eine Chance
Vorschläge aus Reihen der Angestellten, wie zum Beispiel den Verkauf des Unternehmens an Investoren, seien abgelehnt worden. Immerhin soll ein Teil der früheren Angestellten, die im Service tätig sind, weiter in der Schweiz arbeiten können. An welchem Standort und wie vielen Personen dies möglich sein werde, ist noch nicht klar.
Starke Konkurrenz aus Asien
Bei der Serge Ferrari Tersuisse sollen «die Aktivitäten nach Frankreich» verlagert werden, schreibt die «Luzerner Zeitung». Hier sind 62 Personen betroffen, gemäss Informationen, die der Zeitung vorliegen. Die Belegschaft sei am Montag über die Sachlage informiert worden. Das Unternehmen stellt sogenannte Multifilamentgarne her. Das Material zeichent sich durch hohe Reissfestigkeit und eine glatte Oberfläche aus, wie sie zum Beispiel für Sonnenstoren verwendet werden.
Wie es heisst, schreibe der Standort in Emmenbrücke hohe Verluste und die Verhältnisse auf dem Markt verschlechtern sich zusehends. Die Sorte Garn, wie sie in Emmenbrücke hergestellt werden, sind mittlerweile auf dem asiatischen Markt zu viel tieferen Preisen erhältlich.