Kurzfristige Pressekonferenz
Welche Bombe lässt Migros-Chef Irminger heute platzen?

Heute um 10.45 Uhr informiert die Migros überraschend über wichtige Änderungen. Gehts um die Abschaffung der Regionalgenossenschaften? Und eine neue Einheitsgenossenschaft? Oder um eine wichtige Personalie? Blick ist live vor Ort und tickert von der Medienkonferenz.
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Die Migros – im Bild Chef Mario Irminger – hat die Medien kurzfristig nach Bern eingeladen. Was gibts Neues?
Foto: Thomas Meier

Darum gehts

  • Migros plant eine kurzfristige Pressekonferenz heute um 10.45 Uhr in Bern
  • Mögliche Fusion der zehn Regionalgenossenschaften zu Einheitsgenossenschaft mit 3000 Jobverlusten
  • Einsparpotenzial durch Reform: 300 bis 400 Millionen CHF jährlich
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Bei der Migros ist etwas im Busch! Der orange Riese lädt am Montagvormittag die Medien um 10.45 Uhr zu einer Pressekonferenz. Und zwar ungewöhnlich kurzfristig. Die Einladung wurde um 7.40 Uhr verschickt. Bereits um 10.45 Uhr will die Migros informieren. Und zwar in der Welle 7 am Bahnhof Bern. Und nicht wie sonst üblich am Migros-Hauptsitz am Zürcher Limmatplatz. Blick ist live vor Ort und tickert dann von der Medienkonferenz.

Worum es geht, ist unklar. Der Betreff der Einladung – «Kurzfristige Einladung zur Medienkonferenz der Migros-Gruppe» – verrät nichts. Gibt die Migros eine wichtige Personalentscheidung bekannt? Informiert der orange Riese über die Zukunft von Discounter Denner, der nach dem überraschenden Abgang von Torsten Friedrich (49) ohne Chef dasteht? Oder gibt sich die Migros eine neue Organisationsstruktur und schafft die regionalen Genossenschaften ab, wie zuletzt gerüchteweise immer wieder zu hören war?

Werden die Regionalgenossenschaften abgeschafft?

Zuletzt hat gestern die «Sonntagszeitung» über eine neue Einheitsgenossenschaft berichtet, die Migros-Chef Mario Irminger (61) offenbar errichten will. Sie soll die heutige Struktur mit zehn Regionalgenossenschaften, der Migros-Supermarkt AG und der Zentrale ersetzen. Bis zu 400 Millionen Franken könnte die Detailhändlerin mit dem Schritt sparen, schreibt die Zeitung weiter. Bis zu 3000 Jobs könnten dem Umbau zum Opfer fallen.

Doch alleine entscheiden kann Irminger das nicht: Jede Regionalgenossenschaft muss zuerst eine Urabstimmung durchführen, bei der eine Zweidrittelmehrheit benötigt wird. Kommt es also tatsächlich zum Umbau, haben die 2,3 Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter das letzte Wort. «Wilde Spekulationen» kommentiere man nicht, hiess es von der Migros noch vor zehn Tagen gegenüber Blick.

Der Zeitpunkt der kurzfristigen Medienkonferenz ist brisant. Denn morgen Dienstag findet der alljährliche, grosse Kaderanlass der Migros-Gruppe in der historischen ABB-Industriehalle StageOne in Zürich-Oerlikon statt. 400 Topkader der Migros werden dort anwesend sein.

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