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Kurz vor Angriff auf Iran
Krypto-Zocker machen mit mysteriösen Wetten fette Gewinne

Anonyme Nutzer kassieren auf Polymarket Millionen. Sie wetteten darauf, dass die USA und Israel den Iran vor dem 28. Februar angreifen. Die Accounts wurden nur Stunden vor den Bombardierungen eröffnet. Hat das jemand Insiderwissen zu Geld gemacht?
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US-Jets haben am 28. Februar Ziele im Iran angegriffen.
Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • US- und israelische Jets bombardierten Iran, Zocker kassierten Millionen auf Polymarket
  • Sechs neue Accounts verdienten 1 Mio. Dollar durch präzise Wetten
  • Polymarket ist 9 Milliarden Dollar wert, boomt trotz illegalem Status in der Schweiz
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Ging da alles mit rechten Dingen zu? Oder haben Insider ihr Wissen zu Geld gemacht? Als am Wochenende US-amerikanische und israelische Jets Ziele im Iran bombardierten, kassierten anonyme Zocker zünftig ab. Auf der Krypto-Plattform Polymarket wurden 529 Millionen Dollar auf den Zeitpunkt eines möglichen US-Angriffs gesetzt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Auffällig: Sechs nagelneue Accounts, alle erst im Februar erstellt, setzten alles auf ein einziges Szenario – nämlich dass die USA bis zum 28. Februar zuschlagen. Und genau das passierte. Einige kauften ihre Anteile nur Stunden vor den ersten Explosionen in Teheran – für rund zehn Cent. Nach dem Angriff waren sie einen Dollar wert. Der Einsatz hat sich über Nacht verzehnfacht. Laut der Analysefirma Bubblemaps erzielten allein die sechs neu erstellte Accounts rund eine Million Dollar Gewinn.

Warnsignal für Insiderwissen

In der Szene gelten solche Muster als klassisches Warnsignal für mögliches Insiderwissen. Beweisen lässt sich das praktisch nie. Denn gehandelt wurde auf der anonymen Plattform Polymarket. Dort können Nutzer mit Kryptowährungen wetten. Die Plattform funktioniert wie eine Börse für Ereignisse: Tritt ein Szenario ein, zahlt der Kontrakt einen Dollar. Tritt es nicht ein, ist der Einsatz weg. Reguliert ist das Ganze kaum, gehandelt wird anonym per Krypto-Wallet. Eine Aufsicht wie an der Börse gibt es nicht.

In vielen Ländern sind Wetten auf Polymarket und ähnlichen Anbietern illegal – unter anderem in der Schweiz. Trotzdem boomt die Branche der sogenannten Prognosemärkte. Das Businessmodell der meisten Prognosemärkte basiert auf Handelsgebühren. Polymarket ist jedoch gebührenfrei – und finanziert sich über eine andere grosse Geldquelle: den Verkauf ihrer Daten. Die Branche ist längst zum Milliardengeschäft mutiert. Die 2020 in New York gegründete Plattform Polymarket allein ist derzeit 9 Milliarden Dollar wert.

Aus 34'000 Dollar 440'000 Dollar gemacht

Ähnliche Verdachtsmomente gab es bereits bei Wetten auf den Sturz von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro (63). Über Nacht hat ein anonymer Nutzer aus 34'000 Dollar schnell 440'000 Dollar gemacht. Er hatte auf Polymarket wiederholt auf ein Ende Maduros gewettet. Auffällig auch hier: Der Krypto-Zocker platzierte einen Grossteil seiner Wetten wenige Stunden vor der offiziellen Bestätigung des Machtwechsels durch die US-Regierung.

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