Investor dringend gesucht
Davoser Kult-Seilbahn droht der Abriss

Seit über zehn Monaten suchen die Betreiber der kultigen Pischabahn in Davos GR nach einem Investor – noch ohne Erfolg. Bergbahn-Präsident Yves Bugmann bleibt zuversichtlich. Doch ohne Geldgeber kommts zum Abriss.
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Die Pischabahn sucht dringend nach einem Investor, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Pischabahn in Graubünden soll nach der Wintersaison stillgelegt werden
  • Investor gesucht: Restaurant, Parkplätze und Landreserve sind Teil des Angebots
  • Ein potenzieller Investor aus der Schweiz zeigt ernsthafte Kaufinteressen
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Moritz MeisterRedaktor Wirtschaft

Die Zukunft der kultigen Pischabahn in Davos GR ist so ungewiss wie noch nie: Händeringend suchen die Sportbahnen Pischa AG und die Davos Klosters Bergbahnen AG (DKB) nach einem Investor, der die Anlage kauft – und 15 Millionen Franken in eine neue Anlage steckt. Im Frühling 2027 stellen die Bahnen den Betrieb ein.

Die Uhr tickt. Denn: Lässt sich kein Investor finden, wird die Kult-Bahn aus den späten 1960er-Jahren abgerissen. Bereits seit Ende Juli 2025 läuft die Suche – bisher ohne Erfolg, wie Yves Bugmann, Präsident der Sportbahnen Pischa AG, gegenüber der «Südostschweiz» sagt. 

Skigebiet-Betrieb ist «völliger Unsinn»

Eine der Herausforderungen für künftige Investoren: Der Wintersport hat keine Zukunft. «Von den Kapazitäten her ist es einfach ein völliger Unsinn, dort ein Skigebiet zu betreiben», so Bugmann zur Zeitung. Interessenten seien dennoch bei ihm vorstellig geworden. Bei einigen von ihnen hätte es sich um «Träumer» gehandelt. Und an Immobilienspekulanten will man lieber nicht verkaufen.

Warum harzt es bei der Investorensuche? Blick hat bei Bugmann nachgehakt. «Viele Interessierte verbinden den Betrieb einer Bergbahn mit etwas Romantischem. Ihnen ist nicht bewusst, wie herausfordernd logistische Themen sind und insbesondere, wie kosten- und kapitalintensiv ein Bergbahnbetrieb ist. Sobald sie mit den Zahlen konfrontiert werden, winken sie ab», sagt er auf Anfrage. Zum Gelände gehören neben der Bahn auch ein Restaurant, zahlreiche Parkplätze und eine Landreserve an der Talstation.

«Gute Gespräche» mit Schweizer Investor

Konkrete Angaben zu den bisherigen Interessenten will Bugmann nicht preisgeben. Nur so viel: Mit einem inländischen Investor befinde man sich aktuell in guten Gesprächen, bei dem «es sein könnte, dass das in die richtige Richtung geht». Bei diesem seien die nötigen finanziellen Möglichkeiten und die Idee, etwas am bisherigen Konzept zu verändern, vorhanden. 

Die Pischabahn stammt aus den Sechzigerjahren.

Verschwindet die Pischabahn, hat das auch harte Konsequenzen für das Bergrestaurant Pischa. Ohne die Bahn kann es seinen Betrieb ebenfalls nicht aufrechterhalten, bestätigt Bugmann. Doch mit dem Rückzug der DKB AG will man bewusst die Tür für neue Ideen öffnen. «Das Areal an der Talstation ist 17'000 Quadratmeter gross und liegt in der Zone für touristische Infrastrukturen.» Es handelt sich also um Bauland.

Obwohl die Suche schon fast ein Jahr dauert, bleibt Bugmann zuversichtlich: «Warum soll es nicht jemanden geben, der oder die eine springende Idee, ein Konzept und die nötigen Mittel hat, um dort etwas zu entwickeln, das zusammen mit einer Bahn funktionieren kann?» Im kommenden Winter gibt es dann nochmals Schneeschuhtouren, Winterwandern oder Freeride-Ausflüge – ein wohl letztes Mal.

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