Darum gehts
- On-Aktie stürzte bei Publikation der Zweitquartalszahlen 20 Prozent auf 31,91 Dollar ab
- Umsatz im zweiten Quartal bei 850,3 Millionen Franken, Analysten erwarteten 880 Millionen
- Tiefster Stand seit Mai 2024, Aktie verlor 2026 ein Drittel ihres Wertes
Die Aktie von On beendete den Handel an der Wall Street am Montag 20 Prozent schwächer bei 31,91 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Mai 2024. Es war zugleich der grösste Kurssturz in der fünfjährigen Börsengeschichte von On.
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Der Sportartikelhersteller hat im zweiten Quartal wegen höherer Kosten und eines mauen Konsumumfelds die Markterwartungen verfehlt. Der Umsatz lag bei 850,3 Millionen Franken, während Analysten im Schnitt mit knapp 880 Millionen gerechnet hatten. Das Wachstum im wichtigsten Markt Amerika, der mehr als die Hälfte des Umsatzes ausmacht, verlangsamte sich währungsbereinigt auf 13 Prozent nach 17 Prozent im Vorquartal. Auch das Jahresumsatzziel wurde leicht nach unten angepasst.
Jefferies-Analyst korrigiert Aktienbewertung massiv nach unten
Der Aktienabsturz am Montag erinnert an den März 2024, als die Titel an einem Tag ebenfalls bis 20 Prozent nachgaben. Damals wurde für das vierte Quartal 2023 überraschend ein Verlust bekannt gegeben. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn gerechnet. Was den Schluss zulässt: Die Aktie von On ist auch fünf Jahre nach dem Börsengang in New York äusserst volatil und unberechenbar.
Ein Analyst reagiert besonders ungnädig auf On. Randal Konik vom einflussreichen Analysehaus Jefferies senkte nach den Zahlen zum zweiten Quartal das Kursziel für die Aktie von 24 Dollar auf nur noch 20 Dollar. Das liegt sogar unter dem Ausgabepreis der Aktie beim Börsengang von On am 15. September 2021 von 24 Dollar.
Konik ist allerdings der weitaus pessimistischste Analyst, der den Sportartikelhersteller bewertet. Das durchschnittliche Kursziel aller bei Bloomberg erfassten Experten liegt bei 48,60 Dollar. Allerdings werden nun wohl weitere Analysten ihre Einschätzungen für On nach unten revidieren.
Anleger immer skeptischer gegenüber Sporthändlern
Die Sportartikelbranche ist bei Investoren in diesem Jahr generell in Ungnade gefallen. Anleger haben Zweifel, ob sich der jahrzehntelange Sneaker-Boom fortsetzen wird. Andererseits drücken geopolitische und handelspolitische Spannungen auf die Konsumlaune. Die Preisnachlässe der Sportartikelhersteller in den USA und Europa sind ebenfalls nicht im Sinn von Investoren.
Die Aktie von On hat in diesem Jahr denn auch bereits ein Drittel ihres Wertes verloren. Die Konkurrenz steht teils noch schlechter, teils besser da. Nike verlor seit Jahresbeginn an der Börse 35 Prozent. Deckers (mit der Marke Hoka) gab lediglich 9 Prozent nach, Adidas nur 6 Prozent.