SMI, Dow Jones, DAX – was ist das eigentlich?
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Leitindizes erklärt:SMI, Dow Jones, DAX – was ist das eigentlich?

Nach Warnungen von führenden KI-Köpfen
US-Techindex Nasdaq startet tiefrot in neue Börsenwoche

Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickeln sich Bitcoin- und Goldpreis? Im Liveticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden.
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Blick Wirtschaftsdesk
16:01 Uhr

US-Techindex Nasdaq startet tiefrot in neue Börsenwoche

Von Nathalie Benn, Redaktorin am Wirtschaftsdesk

Die KI-Branche versetzt die Finanzmärkte gerade in helle Aufregung. Am heutigen Montagmorgen machte sich das bereits an der Schweizer Börse bemerkbar, wie du unten nachlesen kannst. Jetzt erfassen die Sorgen auch die Wall Street – und zwar mit voller Wucht: Der technologielastige Index Nasdaq startete am Montag mit einem Minus von 1,7 Prozent in die neue Börsenwoche. Besonders unter Druck stehen Firmen, die stark vom KI-Boom profitieren. Der Chipriese Nvidia verliert zum Handelsstart rund 3 Prozent, bei AMD geht es mit 5,7 Prozent noch deutlicher abwärts. Auch Meta und Amazon verlieren, wenn auch nur leicht. 

Auslöser für den Ausverkauf sind die Warnungen führender Köpfe der Branche vor den Gefahren durch KI und einer zu schnellen Entwicklung der Technologie. Anthropic-Chef Dario Amodei (43) forderte am Wochenende eine Verlangsamung der Entwicklung leistungsfähiger KI-Modelle. OpenAI-CEO Sam Altman (41) und Elon Musk (55) pflichteten ihm bei. Anleger fürchten nun, dass ein langsameres Entwicklungstempo auch die milliardenschweren Investitionen in Chips und Rechenzentren bremsen könnte.

Foto: IMAGO/UPI Photo
10:25 Uhr

KI-Aktien an der Schweizer Börse büssen deutlich ein

Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschaftsdesk

Der Schweizer Leitindex startet mit leichten Zugewinnen in die neue Börsenwoche. Gut eine Stunde nach Handelsstart liegt der SMI 0,7 Prozent im Plus – nach oben gezogen durch die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche, die alle klar zulegen.

Am anderen Ende der Skala liegt der Konzern ABB, dessen Aktien 3,6 Prozent einbüssen. Das Zürcher Unternehmen baut zurzeit sein Rechenzentrum-Geschäft deutlich aus, weshalb es zu den Schweizer KI-Firmen zählt. Am breiten Markt geben auch andere Titel von Firmen aus der Tech-Branche deutlich nach. Inficon und VAT verlieren knapp 5 Prozent, Comet und AMS-Osram gar rund 6 Prozent.

Künstliche Intelligenz versetzt die Finanzmärkte gerade in Alarmbereitschaft. Der Grund: Führende Köpfe der Tech-Branche warnen vor den Gefahren durch KI. Am Wochenende forderte Dario Amodei (43), Chef der KI-Schmiede Anthropic, in einem aufsehenerregenden Essay: «Wir müssen die Geschwindigkeit verlangsamen, mit der wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern.» Ansonsten könnten wir schon bald die Kontrolle über die Technologie verlieren. OpenAI hat nun sogar den geplanten Börsengang abgesagt. Mehr dazu liest du hier bei Tech-Experte Mischa Stünzi.

Foto: KEYSTONE/WALTER BIERI
10.09.2026, 17:10 Uhr

Schweizer Franken fällt auf 17-Monate-Tief

Von Sven Schumann, Praktikant Ressort Wirtschaft

Die Abwertung des Schweizer Frankens setzt sich fort. Nach dem Zinsentscheid der europäischen Zentralbank (EZB) vom Donnerstag kletterte der Euro gegenüber der hiesigen Währung auf bis zu 0,945 Franken. Letztmals musste für einen Euro im Frühling 2025 so viel bezahlt werden. Zum Vergleich: Im März 2026 kostete der Euro noch 90 Rappen. Seither verliert der Franken stetig an Wert.

Nach der Zinserhöhung der EZB liegt der Leitzins in der Eurozone nun bei 2,5 Prozent, während das Zinsniveau in der Schweiz weiterhin bei 0 Prozent verbleibt. Dieser Unterschied hat auch Auswirkungen auf den Wechselkurs: Höhere Zinsen im Euroraum machen die europäische Währung für Investoren attraktiver im Vergleich zum Schweizer Franken.

Foto: Sven Thomann
09.09.2026, 10:36 Uhr

Öl über 100 Dollar, SMI unter 14’000 Punkten – Unruhe an den Märkten

Von Mischa Stünzi, Redaktor Wirtschaft

Der Preis für die Rohölsorte Brent ist am Mittwoch über 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) gestiegen – zum ersten Mal seit Juli. Grund dafür ist ein erneutes Aufflammen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Der Anstieg der Energiepreise schürt Befürchtungen, dass die Inflation anziehen könnte. Das wiederum würde den Druck auf die Notenbanken erhöhen, die Zinsen anzuheben.

Die globale Unsicherheit zeigt sich am Mittwochmorgen auch an der Schweizer Börse. Der SMI liegt 0,7 Prozent im Minus und fällt unter 14’000 Punkte. Zur Belastung wird erneut das Index-Schwergewicht Novartis. Die Aktie des Pharmakonzerns büsst am Vormittag rund 1 Prozent ein.

Foto: KEYSTONE/EPA
08.09.2026, 11:37 Uhr

Novaris-Aktie mit höchsten Verlusten seit 2020

Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschaftsdesk

Die Aktie von Novartis taucht den zweiten Tag in Folge – diesmal sind es empfindliche Verluste. Im frühen Handel büsst das SMI-Schwergewicht zeitweise über 10 Prozent ein. Am Montag ging der Titel des Basler Pharma-Riesen mit einem Minus von 3,2 Prozent aus dem Handel. Es sind die höchsten Kursverluste seit 2020. Novartis zieht auch den SMI ins Minus. Der Leitindex verliert 1,4 Prozent. 

Grund für den Aktieneinbruch sind erneut schlechte Studiendaten. Die Ergebnisse für ein Medikament zur Behandlung einer Muskelkrankheit enttäuschten. Zuvor hatte sich bereits die gewünschte Wirkung eines Herzmittels nicht bewahrheitet. 

Erst letzte Woche war die Novartis-Aktie auf ein neues Allzeithoch geklettert. Die aktuellen Kursverluste machen nun grosse Teile der bisherigen Jahresgewinne zunichte. Noch immer liegt der Titel seit Anfang Jahr aber gut 5 Prozent im Plus.

Foto: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
07.09.2026, 10:04 Uhr

Novartis zieht Leitindex SMI deutlich ins Minus

Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschaftsdesk

Die Schweizer Börse startet schlecht in die neue Woche: Der Leitindex SMI büsst am Montag im frühen Handel 1,2 Prozent ein. 17 von 20 Titel sind im Minus, nur die ABB-Aktie trotzt mit Zugewinnen von 0,8 Prozent den Kursverlusten.

Der grosse Verlierer zum Handelsstart ist Novartis. Die Aktie des Basler Pharma-Riesen taucht um 3,5 Prozent. Der Grund ist ein enttäuschendes Studienergebnis. Ein neues Herzmedikament ist bei einem Test durchgefallen. Die Arznei Pelacarsen sollte das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen minimieren, dies hat sich aber nicht bewahrheitet.

Noch vor einer Woche feierte Novartis einen grossen Erfolg. Der Pharmakonzern konnte damals positiv ausgefallene Studiendaten zur Behandlung von Multipler Sklerose vorlegen. Die Aktie kletterte daraufhin am letzten Montag auf ein neues Allzeithoch. In diesem Jahr liegt das SMI-Schwergewicht immer noch 15,5 Prozent im Plus.

Foto: AFP
26.08.2026, 11:39 Uhr

Kursfeuerwerk bei Stadler nach starken Zahlen

Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschaftsdesk

Freudentag für Peter Spuhler (67): Die Aktie von Stadler hebt am Mittwoch regelrecht ab. Kurz vor Mittag liegt der Titel des Thurgauer Zugbauers von Patron und Hauptaktionär Spuhler 17 Prozent im Plus – und erreicht damit den höchsten Stand seit über zwei Jahren.

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Das Kursfeuerwerk ausgelöst haben die starken Halbjahreszahlen, die Stadler am Morgen verkündet hatte. Der Umsatz des Zugunternehmens stieg in den ersten sechs Monaten auf 2 Milliarden Franken – ein Plus von 40 Prozent. Mehr zum Ergebnis erfährst du im Artikel von Wirtschaftsexpertin Nathalie Benn.

Die Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten. Einzig beim Gewinn, der nur minimal gestiegen ist, kam Stadler nicht an die Prognosen der Finanzexperten heran. Die Anlegerinnen und Anleger zeigen sich trotzdem erfreut – wie generell in diesem Jahr. Seit Jahresbeginn hat die Stadler-Aktie bereits um über 30 Prozent zugelegt. 

Foto: KEYSTONE
24.08.2026, 09:12 Uhr

Preisschock für Nvidia-Kunden

Von Nathalie Benn, Redaktorin am Wirtschaftsdesk

Speicherchips werden derzeit ein immer rareres Gut: Hersteller wie Samsung, SK Hynik oder Micron können mit der explodierenden Nachfrage aufgrund des KI-Booms kaum Schritt halten. Konsequenzen hat das für Tech-Schwergewichte wie Microsoft, Alphabet oder Apple. Letzterer hat deshalb jüngst die Preise für zahlreiche Produkte nach oben geschraubt – auch in der Schweiz. Eine umfassende Preisübersicht für die Apple-Geräte findest du ​in diesem Artikel​ von meinem Kollegen Thomas Benkö. 

Nun hat die Chip-Krise offenbar auch Folgen für Marktführer Nvidia: Der Tech-Konzern rund um CEO Jen-Hsun Huang (63) plant laut ​Bloomberg​ eine deutliche Preiserhöhung für Server mit bestimmten Hochleistungschips. Dies berichtet die Nachrichtenagentur unter Berufung auf Insider. Betroffen seien insbesondere Systeme mit den neuen Chip-Generationen Vera Rubin und Grace Blackwell. Anfang 2027 sollen die Preise in vielen Fällen um mehr als 15 Prozent steigen. Wie stark der Aufschlag ausfällt, hängt demnach von Chipgeneration und Speicherausstattung ab. Nvidia selbst hat den Bericht bislang nicht kommentiert.

Für den ohnehin milliardenschweren KI-Ausbau ist das eine schlechte Nachricht. Die Rechenzentren verschlingen bereits enorme Summen, gleichzeitig bleiben Chips knapp. Und an der Börse wächst die Skepsis der Anleger, ob sich die gigantischen KI-Investitionen je auszahlen werden. Erst vor wenigen Monaten sorgte das für einen massiven Ausverkauf bei Tech-Aktien, den du ​hier​ nachlesen kannst. Mit den höheren Preisen für Nvidia-Systeme wird die Rechnung für Microsoft, Google und Co. nun noch teurer.

Foto: keystone-sda.ch
21.08.2026, 14:46 Uhr

Bitcoin plötzlich wieder im Aufwind – 6 Prozent im Plus

Von Michael Hotz, Teamlead Wirtschaftsdesk

Hat Bitcoin die Talsohle durchschritten? Die Krypto-Leitwährung liegt am Freitag rund 6 Prozent im Plus – und steuert auf den grössten Kursgewinn innert einer Woche seit März 2024 zu. In den letzten fünf Tagen hat Bitcoin um 23 Prozent zugelegt. Derzeit notiert die wichtigste Kryptowährung bei gut 77'000 Dollar. 

Damit hat Bitcoin am Freitag die Marke von 75'000 wieder durchbrochen. Zuletzt lag der Kurs Ende Mai über diesem Wert. Kryptos haben also schwere Wochen und Monate hinter sich. Noch immer weist Bitcoin als Vorreiter in diesem Jahr ein Minus von 11,5 Prozent auf. Jetzt aber herrscht am Krypto-Markt wieder sowas wie Optimismus.

Der Grund für den Aufschwung: Am Mittwoch kündigte US-Finanzminister Scott Bessent (64) an, ab nächstem Monat die Rückkäufe von langfristigen US-Staatsanleihen zu verdoppeln. Er will damit den Anstieg der Renditen auf den US-Anleihen mit 30-jähriger Laufzeit stoppen, die kürzlich auf den höchsten Stand seit 19 Jahren gestiegen sind. Kryptoanleger erhoffen sich davon, dass Bitcoin dadurch wieder attraktiver wird – in der Annahme, die Renditen bei US-Staatsanleihen dürften sinken.

Die Euphorie befeuert hat ein kürzliches Treffen von Donald Trump (80) mit wichtigen Vertretern der Krypto-Branche. Der US-Präsident tauschte sich mit den Chefs von Unternehmen wie Coinbase und Payward aus. Der Markt wertete dies als erneuten Beleg, dass die Trump-Regierung weiter einen Krypto-freundlichen Kurs fahren wird.

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19.08.2026, 17:21 Uhr

Durchbruch bei Krebs-Impfstoff lässt Moderna-Aktie explodieren

Von Nathalie Benn, Redaktorin am Wirtschaftsdesk

Der Name Moderna weckt bei manchen dunkle Erinnerungen an die Corona-Pandemie: Der US-Biotech-Riese belieferte zahlreiche Länder mit seinem mRNA-Impfstoff Spikevax zur Bekämpfung des Virus. Nun beschert ein erneuter Durchbruch in der Impfstoff-Forschung der Unternehmensaktie ein Kursfeuerwerk an der US-Börse: Positive Studiendaten zu einem neuartigen Hautkrebs-Impfstoff liessen die Moderna-Aktie im frühen Handel zeitweise um über 140 Prozent steigen. Damit hat sich der Kurs mehr als verdoppelt – und erreichte den höchsten Stand seit Juni 2024. 

Der Impfstoff könnte bereits nächstes Jahr auf den Markt kommen. Für Patienten wäre eine Behandlung allerdings mit hohen Kosten verbunden: Die Impfung soll auf die spezifischen Mutationen des Tumors jedes Patienten zugeschnitten werden. Bei einer Verabreichung wird das Immunsystem darauf trainiert, Markmale der Krebszellen zu erkennen und diese abzutöten.

Zentral an der Forschung beteiligt ist nebst Moderna auch der US-Pharmakonzern Merck. Dieser bekam die Euphorie der Anleger ebenfalls zu spüren: Die Aktie legte um rund 11 Prozent zu. Die Erfolgsmeldung kann Moderna gut gebrauchen: Nach dem Ende des Pandemiebooms schrieb das Unternehmen aufgrund stark rückläufiger Umsätze und hoher Investitionen in die Forschung rote Zahlen. Der Durchbruch könnte die Firma nun wieder in die Gewinnzone befördern – und den Investoren zeigen, dass die mRNA-Technologie auch nach dem Covid-Boom eine Zukunft hat.

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