Darum gehts
20 Zahnpasten für Kinder ab sechs Jahren nahm die deutsche Konsumentenzeitschrift «Öko-Test» unter die Lupe. Das Resultat: Bis auf zwei Produkte schnitten alle mit der Note «sehr gut» oder «gut» ab. Elf dieser Kinderzahnpasten sind auch in der Schweiz erhältlich (siehe Auflistung). Fazit: Eine gute Zahnpasta für Kinder muss nicht teuer sein.
Kritisch sehen die Tester zwei Produkte: Oral-B Junior (Procter & Gamble) enthält den Stoff Natriumlaurylsulfat, der die Mundschleimhaut unnötig reizen kann. Schlechter bewertet wurde auch die Kinderzahnpasta Karex (Dr. Kurt Wolff), weil sie kein Fluorid enthält.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
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Fluorid: Fast alle Produkte erfüllen Vorgaben
Weil der Zahnschmelz beim Wechsel von den Milchzähnen zu den zweiten Zähnen besonders empfindlich ist, empfehlen Fachgesellschaften einen Karies-Schutzfaktor mit einer Fluoridkonzentration von 1400 bis 1450 ppm (Milligramm Fluorid pro Liter). Fast alle Produkte im Test erfüllen diese Vorgaben.
Geprüft wurden die Produkte auch auf Schwermetalle und weitere bedenkliche Inhaltsstoffe wie etwa synthetische Polymere oder problematische Konservierungsmittel. Die Befunde blieben unauffällig oder waren für die Wertung nicht relevant. Kein Thema mehr ist inzwischen der Weissmacher Titandioxid, der in der EU seit 2022 aufgrund von gesundheitlichen Bedenken in Lebensmitteln verboten ist – und in Kosmetika verpönt. In Labortests wurde es noch vor wenigen Jahren bei einer Vielzahl von Zahnpasten nachgewiesen.
Verbesserung möglich bei Verpackungen
Verbesserungspotenzial sieht «Öko-Test» bei den Verpackungen. Acht untersuchte Produkte steckten in unnötigen Kartons. Und nur zwei Kunststofftuben enthalten Recyclingmaterial, aber dessen Anteil beträgt nicht einmal 30 Prozent. Für die Prüfer von «Öko-Test» ist dies «enttäuschend», weil ein höherer Anteil Recyclingmaterial durchaus möglich sei.