Darum gehts
- Twint ermöglicht jetzt Einkaufslisten in der App, ideal für Haushalte
- Listen mit 1500 Artikeln teilbar und synchronisierbar via Code
- Über 6 Millionen Nutzerinnen und Nutzer verwenden Twint regelmässig
An der Kasse im Supermarkt zücken immer mehr Menschen ihr Smartphone, um damit den Einkauf zu bezahlen – per Twint. Nun öffnen Nutzerinnen und Nutzer die App aber bereits beim Betreten des Ladens. Denn neu lassen sich dort auch Einkaufslisten erstellen.
Die neue Funktion ist ein digitaler Poschtizättel, den man mit anderen teilen kann. Dafür gibt es bereits zahlreiche Apps. Indem Twint diese Anwendung ebenfalls anbietet, braucht man nun fürs Planen und Bezahlen von Einkäufen nur noch eine App. Dank der Möglichkeit, die Liste mit anderen Twint-Nutzern teilen zu können, ist das neue Feature gerade für Grossfamilien und WGs interessant.
Twint streitet sich mit Händlern
Die Twint-Einkaufsliste funktioniert so: Du erstellst in der App eine neue Liste für einen Einkauf. Einzelne Produkte fügst du zur Einkaufsliste hinzu, indem du diese über eine Suchfunktion aus einem Katalog von rund 1500 Artikeln auswählst oder das Produkt individuell erfasst. Die Liste kannst du dann mit anderen teilen, indem du sie über einen Code einlädst. Diese können dann weitere Artikel der Liste hinzufügen oder bereits eingekaufte Produkte abhaken. Der digitale Einkaufszettel wird fortlaufend synchronisiert, damit alle auf dem gleichen Stand sind.
Twint entwickelt sich immer mehr zur Alltagsapp mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten. Seit April 2024 kann man dort auch Kundenkarten wie Cumulus hinterlegen. Fürs Onlineshopping führte die Bezahlapp im letzten Jahr den Express-Check-out ein. Und kürzlich verkündete das Unternehmen, dass Twint ab 2027 ein eigenes digitales Lastschriftverfahren als Alternative zu eBill anbietet.
Die neuen Features sollen Twint auch für Händler attraktiver machen. Mit diesen steckt das Unternehmen seit längerem im Zwist. Bereits im letzten Sommer zeigten Gewerbler und Händler zusammen mit dem Branchenverband Swiss Retail Federation Twint bei der Wettbewerbskommission an. Der Vorwurf: Missbrauch der Marktmacht. Konkret: Twint drücke zu hohe Gebühren durch. Das Unternehmen weist alle Vorwürfe zurück – und wächst ungeachtet dessen munter weiter: Laut eigenen Angaben nutzen über 6 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die immer vielfältigere App.