Geldgespräch mit Martin Hirzel
«Ich spare nicht mit Kritik»

Vom Altpapiersammler zum Swissmem-Präsidenten: Martin Hirzel ist seit über 35 Jahren in der Schweizer Industrie tätig. Im Interview erzählt er, warum Zigarren ihr Geld wert sind und der starke Franken schmerzt.
Kommentieren
Martin Hirzel (56) ist seit mehr als 30 Jahren in der Industrie tätig, seit 2021 präsidiert er Swissmem, den Verband der Techindustrie.
Foto: Urs Jaudas

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
ueli_kneubuehler_rinigier.jpg
Ueli Kneubühler
Bilanz

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Martin Hirzel:
Mit Altpapiersammlungen. Ich bin mit meinen Schulkollegen und einem «Leiterwägeli» durchs Quartier gezogen. Abgerechnet wurde zum Kilopreis.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich habe Schallplatten gekauft, weil ich an Partys jeweils der DJ war.

Artikel aus der «Bilanz»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Bilanz» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du unter bilanz.ch.

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Bilanz» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du unter bilanz.ch.

Geben Sie nie unvernünftig Geld aus?
Doch. Vor allem für Weine und Zigarren. Das mag nicht mehr zeitgemäss sein, aber mir bereiten diese Dinge grossen Genuss.

Wofür geben Sie ungern Geld aus?
Ja, für Lohnnebenkosten, weil es die Politik nicht schafft zu sparen.

Was bedeutet Ihnen Geld grundsätzlich?
Es ist eine Form der Anerkennung und eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für ein gutes Leben mit weniger Sorgen. Das wissen alle. Trotzdem verbringen wir in der Schweiz erstaunlich viel Zeit damit, so zu tun, als wäre es umgekehrt.

Gibt es etwas, das Sie gerne kaufen möchten, das es aber so nicht zu kaufen gibt?
Den Schlüssel zu den Herzen der Schweizerinnen und Schweizer. Ich möchte sie alle stolz machen auf unsere vielfältige, innovative, spannende und nachhaltige Technologieindustrie.

Investieren oder sparen Sie?
Beides. Ich investiere sehr viel Herzblut in den Werkplatz Schweiz. Mir ist wichtig, dass unsere Hightechbranche auch künftig in unserem Land erfolgreich produzieren kann. Und ich spare nicht mit Kritik an denen, die mit unsinnigen Vorlagen die Kosten für unsere innovativen Unternehmen stetig in die Höhe treiben wollen.

Was bevorzugen Sie: Bargeld, Kreditkarte oder Kryptowährungen?
Ich bezahle weltweit fast ausschliesslich mit der Kreditkarte. Trotzdem habe ich immer etwas Bargeld dabei. Bei Krypto müsste ich zuerst verstehen, was genau ich da eigentlich besitze …

Welches Verhältnis haben Sie zum Schweizer Franken?
Mein Verhältnis dazu ist gespalten. Als Schweizer schätze ich die Stabilität und die Kaufkraft des Frankens. Als Vertreter der Exportindustrie wünsche ich mir vom Schweizer Franken gelegentlich etwas mehr Gelassenheit und Entgegenkommen.

Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen