Darum gehts
- Bruson und das Val d'Anniviers im Wallis gelten als Europas grösste Geheimtipps, wenn es um Skigebiete geht
- In den Destinationen kosten Tageskarten zwischen 46 und 73 Franken
- Auch im Tessin kann man im Winter Ski und Snowboard fahren
Frischer Pulverschnee, blauer Himmel, heisser Punsch: Bei vielen ist die Vorfreude auf die diesjährige Skisaison gross. Immer mehr Destinationen lassen bereits ihre Lifte laufen – zumindest am Wochenende.
Die grossen Schneesportgebiete der Schweiz sind zu Recht bekannt und beliebt. Sie verfügen über moderne Anlagen, breite Pisten und zahlreiche Restis. Doch das alles hat auch seinen Preis. Und dieser steigt immer weiter. Mittlerweile bezahlt man bei den Schwergewichten unter den Skigebieten für eine Tageskarte im Januar 2026 schnell einmal mehr als 80 Franken, wie eine Preisstichprobe von Blick zeigt.
Wer diese Saison also etwas Neues ausprobieren oder schlichtweg das Portemonnaie schonen möchte, sollte Ausschau nach Berggebieten abseits des Mainstreams halten. Fernab von Touristenmassen, explodierenden Preisen und Verkehrschaos. Blick stellt dir fünf ausgewählte Skigebiete vor, die unter dem Radar vieler Wintersportfans fliegen.
Das englische Magazin «Time Out» kürte das kleine Örtchen Bruson im Wallis erst kürzlich zu den Skigebieten, die im Alpenraum am meisten unterschätzt werden. Bruson verfügt zwar nur über 23 Pistenkilometer, hat aber durch eine neue Gondelbahn eine Direktverbindung zu den berühmten 4 Vallées – dem zweitgrössten Skigebiet der Schweiz. Für eine Tageskarte bezahlt man als Erwachsener 53 Franken. Wer im ganzen Gebiet 4 Vallées herumkurven will, zahlt mindestens 89 Franken. Ein wenig gedulden müssen sich Skienthusiasten aber noch: Saisonstart in Bruson ist der 13. Dezember.
Ein weiteres Schweizer Berggebiet schafft es ins Ranking des britischen Magazins «Time Out». Und es liegt ebenfalls im Wallis: Das Val d'Anniviers fasst die Skiorte Grimentz-Zinal, Chandolin und Vercorin zusammen. Insgesamt stehen Gästen 45 Anlagen mit 220 Pistenkilometern zur Verfügung. Die meisten davon sind rot oder schwarz. Aber auch Anfänger kommen dank 67 blauen Pisten auf ihre Kosten. Eine Erwachsenen-Tageskarte kostet für die kommende Saison 73 Franken. Diese ist für alle drei Skigebiete gültig. Einzelne Anlagen starten bereits am 22. November in den Wochenendbetrieb. Anfang Dezember fahren bei guten Schneebedingungen dann alle Lifte.
Das Tessin verbindet man zwar eher mit sommerlichen Temperaturen und Sommer- oder Frühlingsausflügen. Doch auch im südlichsten Kanton der Schweiz kann man im Winter die Pisten unsicher machen. In Bosco Gurin, das zum Gebiet der Grossalp gehört, warten 30 Kilometer Pistenspass. Zwei Sessel-, drei Skilifte und einen Ponylift für den Nachwuchs, gehören zum kleinen, aber feinen Skigebiet. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet 57 Franken. Die ersten Anlagen öffnen am 29. November.
Wer diese Saison auf die Massen in Arosa-Lenzerheide verzichten, aber trotzdem den Charme des Schanfigger-Tals erleben möchte, ist bei diesem Schneesportgebiet am richtigen Ort. In St. Peter-Hochwang kann man auf zehn Pisten mit insgesamt 20 Kilometern Kurven in den Schnee ziehen. Dies jedoch vergleichsweise spät: Das Skigebiet öffnet seine Tore erst am 20. Dezember. Erwachsene zahlen für eine Tageskarte 55 Franken. Und wer trotzdem noch etwas von Arosa sehen möchte, muss sich nur für 25 Minuten ins Auto oder den Zug setzen.
Das Skigebiet Engelberg-Titlis ist wahrlich kein Geheimtipp. Aber hast du gewusst, dass der Obwaldner Ort noch ein weiteres Skigebiet hat? Als einzige Wintersport-Destination in der Zentralschweiz ist Brunni vollständig in Richtung Süden ausgerichtet. Es wird darum auch gerne als das «Sonnenparadies» von Engelberg bezeichnet. Unter den insgesamt zehn Liften befindet sich der steilste Schlepplift der Schweiz. Ein weiterer Lift – der 1942 eröffnete Skilift Klostermatte – gehört zu den ältesten im Land. Mit 12 Pistenkilometern ist Brunni vergleichsweise klein. Trotzdem gibt es zwei Kinderländer. Erwachsene zahlen ganz jährlich 46 Franken Eintritt. Die Saison beginnt am 6. Dezember.