Finanzielle Lage trotzdem angespannt
SBB schreiben im ersten Halbjahr Gewinn von 126 Millionen Franken

Die ersten sechs Monate 2026 waren für die SBB erfolgreich. Die Bundesbahnen haben einen deutlich höheren Halbjahresgewinn erzielt als vor einem Jahr, die finanzielle Lage bleibt trotzdem angespannt. Bei der Pünktlichkeit haben die SBB etwas nachgelassen.
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SBB-Chef Vincent Ducrot ist mit dem ersten Halbjahr 2026 zufrieden.
Foto: keystone-sda.ch
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Die SBB schauen auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück: In den sechs Monaten haben die Bundesbahnen einen Gewinn von 126 Millionen Franken eingefahren – ein Zuwachs gegenüber der Vorjahresperiode von 78 Millionen Franken. «Dazu trugen die wachsende Nachfrage im Personenverkehr, ein positives Immobilienergebnis sowie eine deutliche Ergebnisverbesserung im Güterverkehr bei», schreiben die SBB in einer Mitteilung. Beim Sorgenkind SBB Cargo gibt es also Fortschritte.

Die finanzielle Lage bleibe trotzdem angespannt, betont das Transportunternehmen um CEO Vincent Ducrot (63): Um den steigenden Investitionsbedarf zu decken, benötige man mittelfristig einen Gewinn von jährlich rund 500 Millionen Franken. 

Bedeutet: Die SBB sind beim Gewinn noch nicht dort, wo sie sein wollen. Der Halbjahresgewinn soll in den nächsten Jahren doppelt so hoch ausfallen wie jetzt. «Nur so kann sie ihre Verschuldung stabilisieren und gleichzeitig zielgerichtet in die Zukunft investieren», heisst es dazu im Schreiben.

SBB verzeichnen mehr Fahrgäste

Mit dem operativen Geschäft zeigen sich die SBB ebenfalls zufrieden. Pro Tag verzeichneten sie 1,45 Millionen Fahrgäste in ihren Zügen. Das sind 4 Prozent mehr als noch im ersten Halbjahr 2025.

Auch die Kundenzufriedenheit stieg auf 80,1 Punkte (2025: 79,9 Punkte). «Dazu trugen unter anderem stabilere Betriebsabläufe, verbesserte Informationen bei Störungen und zusätzliche Sitzplätze auf stark nachgefragten Verbindungen bei», schreiben die SBB in der Mitteilung. Die Zugpünktlichkeit ging dagegen leicht zurück – um 0,4 Prozentpunkte auf noch 94,1 Prozent. Negativ wirkten sich technische Störungen, witterungsbedingte Einflüsse und Verspätungen im grenzüberschreitenden Verkehr aus.

Der neue Verwaltungsratspräsident André Wyss (59), seit rund 100 Tagen im Amt, sagt: «Die SBB ist heute stark aufgestellt. Entscheidend ist, dass wir diese Stärke langfristig sichern und die Bahn auch für kommende Generationen verlässlich, innovativ und finanziell handlungsfähig bleibt.»

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