Darum gehts
- Island ist 2025 teuerstes Land Europas, Schweiz knapp dahinter
- Warenkorb kostet in Island 183.7 Euro, Schweiz 181 Euro
- Nordmazedonien am günstigsten mit Warenkorb für nur 49.7 Euro
Die Schweiz ist bekannt als Hochpreisinsel. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern müssen wir für Bier, Zahnarztbesuche oder einen neuen Fernseher mehr auf den Tisch legen – deutlich mehr. Das bestätigen die neusten Zahlen des statistischen Amts der EU (Eurostat) fürs vergangene Jahr. Doch die Schweiz ist nicht das teuerste Land in Europa.
Laut dem Eurostat-Preisindex muss man in einem Inselstaat im Norden noch tiefer ins Portemonnaie greifen: in Island. Für den Index sind nationale Durchschnittspreise von mehr als 2000 Produkten und Dienstleistungen ausschlaggebend. Dazu gehören auch öffentlich mitfinanzierte Dienste wie die Gesundheitsversorgung und Bildung. Der finale Vergleich: Der festgelegte Warenkorb wurde dann beim EU-Durchschnittspreis von 100 Euro indexiert. Island kommt dabei auf einen Wert von 183,7. Die Schweiz liegt mit 181 nur knapp dahinter. Heisst: Bei uns sind die Preise im Schnitt 81 Prozent höher als in der ganzen EU. Mit dem Index von 148 ist Luxemburg das drittteuerste Land in Europa.
Die teuersten Länder in Europa
| Rang | Land | Preisindex |
| 1. | Island | 183,7 |
| 2. | Schweiz | 181 |
| 3. | Luxemburg | 148 |
| 4. | Dänemark | 140,2 |
| 5. | Irland | 139,6 |
| 6. | Norwegen | 138,4 |
Am günstigsten ist dagegen Nordmazedonien. Dort kostet derselbe Warenkorb nur 49.7 Euro. Auch in der Türkei und in Bosnien-Herzegowina sind die Preise mit Index-Werten von 55,2 respektive 49,7 sehr tief. Unsere beiden Nachbarländer Deutschland (109,1) und Frankreich (106,4) liegen leicht über dem EU-Durchschnitt, Italien (98) und Spanien leicht darunter.
Die günstigsten Länder in Europa
| Rang | Land | Preisindex |
| 32. | Montenegro | 61 |
| 33. | Bulgarien | 60 |
| 34. | Rumänien | 58,9 |
| 35. | Bosnien und Herzegowina | 55,7 |
| 36. | Türkei | 52,2 |
| 37. | Nordmazedonien | 49,7 |
Daneben zeigen die Eurostat-Daten ein bekanntes Bild. Die Preise in den west- und nordeuropäischen Ländern sind grundsätzlich eher über dem Durchschnitt. Die Länder im Süden und Osten der Europäischen Union sind dagegen billiger.