Es geht auch anders!
Warum man in diesen Restaurants gar nicht reservieren kann

Gäste schwänzen immer häufiger den Restaurantbesuch, nachdem sie reserviert haben. Da machen nicht alle Gastronomen mit: Manche Restaurants nehmen erst gar keine Reservationen an. Blick weiss, warum.
Kommentieren
Im Relais de l'Entrecôte in Zürich ist Geduld gefragt.
Foto: Sven Schumann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Sven_Schumann_Praktikant Wirtschaftsressort_Blick, Ringier_2-Bearbeitet.jpg
Sven SchumannRedaktor Wirtschaft

Spontan einen Tisch bekommen? Schwierig. Vorgängig reservieren? Geht auch nicht. Wer im Zürcher Le Relais de l'Entrecôte Edles vom Rind mit Pommes will, muss Geduld beweisen. Während immer mehr Wirte bei Reservationen auf Buchungsplattformen und Kreditkartenhinterlegung setzen, nehmen die Chefs im Restaurant in der Nähe des Zürcher Paradeplatzes keine Reservationen entgegen. Die Gäste kommen trotzdem – und stehen Schlange.

Gleiches gilt im Restaurant Santa Lucia Corso am Zürcher Bellevue. Restaurants der Kette gibt es an zwölf Standorten. Überall kann man reservieren – nur am Bellevue nicht. 

1/7
Im Restaurant Santa Lucia Corso am Bellevueplatz in Zürich kann nicht reserviert werden.
Foto: Sven Schumann

Das Restaurant profitiere von seiner hervorragenden Lage, teilt die Betreiberin der Restaurants, die Bindella-Gruppe, mit. «Insbesondere in der Hochsaison oder an Wochenenden zählen wir zu den wenigen Lokalen in Zürich, in denen auch ohne Reservation noch ein Tisch gefunden werden kann – ein Angebot, das in dieser Form besonders geschätzt wird», heisst es. Keine Reservationen entgegenzunehmen, ist also auch ein Wettbewerbsvorteil.

Ausgeweitet werde das Konzept aber nicht. In den anderen Restaurants der Gruppe sei das Bedürfnis nach vorgängiger Reservation deutlich stärker ausgeprägt – die Gäste wollen ihren Besuch planen können. Ein Restaurantbesuch ohne Reservation bleibt also die Ausnahme.

Reservationssystem zu aufwendig

Im Lulu des Zürcher Gastronomen Michel Péclard (57) ist bei der Reservation die Hinterlegung der Kreditkarte Pflicht. Nichterscheinen trotz Reservation wird in Rechnung gestellt. Dies gilt aber nicht für alle seine Restaurants: In der Pumpstation oder im Mönchhof am See kann nicht reserviert werden. «Biergärten und Sommerbeizen drehen halt schneller als ein Restaurant wie das Lulu. Bei einer Wurst und einem Bier ist ein aufwendiges Reservationssystem zu kompliziert – für den Gast wie auch für uns», sagt der Gastro-König zu Blick.

Was auffällt: Alle genannten Restaurants liegen an hochfrequentierten Standorten mitten in der Stadt Zürich. Hier kann auf Laufkundschaft gesetzt werden. Für Dorfbeizer gibt es dieses Privileg nicht. Sie sind auf Reservationen angewiesen – sonst bleibt der Tisch leer.

Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen