Darum gehts
- Bis Ende März soll die Integration der meisten Schweizer CS-Kunden fertig sein
- Dann rollt die Entlassungswelle an, Betroffene erhalten RIF-Briefe mit Sozialprogramm
- In der Schweiz sollen 3000 Stellen bei der UBS wegfallen, betroffen sind vor allem Ex-CS-Leute
Fast drei Jahre sind seit dem unrühmlichen Ende der Credit Suisse (CS) vergangen. Doch die Integration der Skandalbank beschäftigt die UBS noch immer, allerdings nähert sich der Prozess seinem Abschluss. Ende März sollten die meisten der Schweizer Kunden auf die UBS-Systeme migriert sein – ein wichtiger Meilenstein wäre für die UBS damit geschafft.
Das bedeutet, dass die alten CS-Systeme abgeschaltet und mit ihnen die betreuenden IT-Teams obsolet werden. Wer sich bis jetzt nicht für einen anderen Job innerhalb der UBS aufgedrängt hat, dürfte Ende März den blauen Brief – sprich die Kündigung – erhalten. Denn die Listen für die bereits angekündigten Entlassungen bei der UBS sind gemäss der «SonntagsZeitung» erstellt.
Hohe Arbeitslosigkeit in der Branche
Allerdings verschickt eine Bank keine blauen Briefe und sondern RIF-Briefe, also eine Kündigung mit Sozialprogramm. Wobei RIF für «Reduction in Force» (Reduktion der Belegschaft) steht – und der Sozialplan einiges üppiger ausfällt als in anderen Branchen. Doch ist der Bankerjob erst mal weg und das Sozialprogramm ausgelaufen, kann es auf dem Arbeitsmarkt hart werden. Denn die Arbeitslosenquote in der Finanzbranche liegt deutlich über dem Schweizer Durchschnitt.
Betroffen vom bevorstehenden Abbau seien vor allem ehemalige Mitarbeitende der Credit Suisse und solche, die für die Integration der CS nach deren Übernahme durch die UBS verantwortlich waren. Nicht nur Informatiker werden überflüssig, sondern auch Changemanager oder all die operativen Stellen, die während der Integrationsphase zur Sicherheit doppelt besetzt waren.
Konzern-Chef Sergio Ermotti (65) hatte schon kurz nach der Übernahme angekündigt, dass in der Schweiz im Rahmen der Integration bis Ende 2026 rund 3000 Stellen wegfallen würden. Diese Zahl gelte weiterhin. Wie hoch der Stellenabbau inklusive natürlicher Fluktuationen sein werde und wie viele Kündigungen es weltweit gebe, sagte die UBS laut der «SonntagsZeitung» nicht.