Darum gehts
- Konsumentenschutz vergleicht Preise in 14 Schweizer Freibädern: massive Unterschiede sichtbar
- Eintritt in Zug und Bern gratis dank Steuergeldern
- Chur am teuersten: 19 CHF für Eintritt, Glacé und Getränk
Hohe Preise können den Badi-Spass schnell vermiesen. Was man hierzulande an einem Tag im Freibad bezahlt, unterscheidet sich von Ort zu Ort enorm. Ob bei den Eintrittspreisen, Getränken oder Snacks: Die Preise sind alles andere als einheitlich, wie eine aktuelle Analyse des Konsumentenschutzes zeigt.
Die Stiftung für Konsumentenschutz hat die Preise in 14 hiesigen Freibädern verglichen. Bei den Eintrittspreisen sind die Unterschiede am grössten. Manche Städte setzen auf Gratis-Badis: In Bern oder Zug werden die Freibäder vom Steuerzahler finanziert. In Chur GR muss man dagegen ganz tief in die Tasche greifen. In der Badi Obere Au kostet der Eintritt für einen Erwachsenen 12 Franken. Das ist fast das Doppelte des Durchschnittspreises von 6.50 Franken.
In Zug kostet ein Wasserglacé halb so viel wie in Zürich
Wer in der Badi ein Glacé schlecken will, stösst auch auf ziemlich unterschiedliche Preise. In Zug, St. Gallen, Gossau SG oder Freiburg zahlt man die Hälfte von dem, was in Zürich, Luzern oder Emmen LU verlangt wird. Wenn man Eintritt und Wasserglacé zusammenrechnet, merkt man die Preisdifferenzen noch stärker im Portemonnaie: In Zug ist man nach Gratis-Eintritt und günstigem Glacé bei einem Gesamtpreis von 1.50 Franken. In Chur zahlt man fürs Gleiche schon 14.50 Franken.
In der heissen Sonne ist es wichtig, viel zu trinken. Eine Flasche Mineralwasser ist aber nicht überall gleich teuer. Im Strandbad in Biel BE kommt man mit 3.50 Franken davon, in der Schlossbadi in Frauenfeld TG zahlt man fast doppelt so viel.
In Freiburg ist Wasser teurer als Cola
Auffällig: Eine süsse Cola kostet vielerorts gleich viel wie eine Flasche Mineralwasser, in Freiburg sogar weniger. Das kritisiert der Konsumentenschutz heftig: «Aus gesundheitlicher Sicht ist es sehr bedenklich, wenn Süssgetränke wie eine Cola günstiger angeboten werden als ein Mineralwasser», sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes. Das sende das völlig falsche Signal. «Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist es doppelt verlockend, die ungesündere Variante zu wählen», so Stalder.
Aufgrund der grossen Preisunterschiede kann man beim Badi-Besuch einiges sparen – je nach Wahl des Freibads. Mit einem Gesamtpreis von 19 Franken für Eintritt, Wasserglacé und eine Flasche Mineralwasser oder Cola ist die Badi Obere Au in Chur preislich am teuersten. Zug hingegen ist für Sparfüchse ideal: Mit Gratis-Eintritt, Wasserglacé und Mineralwasser kommt man auf einen Gesamtpreis von 6.50 Franken.