Darum gehts
- Schweizer Bergbahnen melden 17 Prozent mehr Gäste als Fünfjahresdurchschnitt
- Tiefergelegene Skigebiete verlieren Gäste wegen Schneemangel, Rückgang um 14 Prozent
- Grossgebiete über 10 Mio Jahresertrag verzeichnen 3 Prozent Besucherzuwachs
Die Schweizer Bergbahnen ziehen grundsätzlich eine positive Zwischenbilanz: Trotz schwieriger Wetterbedingungen liegen die Gästezahlen in der Wintersaison 2025/2026 17 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt, wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr strömten von November bis Ende Januar allerdings 4 Prozent weniger Gäste in die Berge.
Der Rückgang trifft vor allem kleinere Skigebiete, welche oft auch in tieferen Lagen angesiedelt sind. Destinationen mit einem Jahresertrag unter 2 Millionen Franken verbuchten einen Gästerückgang von 28 Prozent, während die grossen Skigebiete (Einnahmen über 10 Mio) einen leichten Anstieg von 3 Prozent verzeichneten.
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Höhe ist entscheidend
Tiefergelegene Skigebiete hatten mit den geringen Schneemengen zu kämpfen. So gingen in Skigebieten, die unter 1500 Metern liegen, die Gästezahlen um 14 Prozent zurück. In zwischen 1500 und 2000 Metern gelegenen Gebieten betrug der Gästerückgang 4 Prozent. Einzig Skigebiete über 2000 Metern konnten einen Gästezuwachs von 3 Prozent verbuchen.
Auch regional gibt es grosse Unterschiede: Während die beiden grössten Skiregionen Wallis und Graubünden noch leichte Zuwächse von 3 bzw. 1 Prozent verzeichneten, verloren alle anderen Regionen an Gästen.
Besonders stark betroffen waren laut SBS die Ostschweiz (-13 Prozent) und die Zentralschweiz (-8 Prozent). Im Fünfjahresvergleich legten laut Verband jedoch alle Gebiete zu - von 8 Prozent in der Ostschweiz bis 25 Prozent im Berner Oberland.
Für das Saison-Monitoring wertete der Branchenverband Seilbahnen Schweiz die Gästezahlen (Ersteintritte) seiner schweizweit über 120 Mitglieder von Saisonbeginn bis 31. Januar 2026 aus.