Darum gehts
- Schweizer besitzen durchschnittlich 114,7 Gramm Gold
- Tether bewahrt 140 Tonnen Gold in geheimem Schweizer Bunker auf
- 80 Prozent des weltweit verfügbaren Goldes wurden bereits gefördert
Hast du auch Gold zu Hause in deinem Garten vergraben? Gerade in Krisenzeiten zählt das gelbe Edelmetall bei Kleinanlegern als sicherer Hafen, ähnlich wie der Schweizer Franken. Blick verrät dir fünf irre Fakten zum gelben Metall.
Goldschatz
Jeder Schweizer hat im Schnitt 114,7 Gramm Gold zu Hause, Schmuck nicht berücksichtigt. Das zeigt eine Studie der Universität St. Gallen. Allerdings ist das Gold ungleich verteilt, die Hälfte der 3000 Befragten besitzt gar keines. Viele unterschätzen zudem den Wert ihrer Goldanlagen. Kein Wunder – allein seit Anfang Jahr ist der Wert um über einen Fünftel gestiegen.
Matratze
20 Prozent der Kleinanleger lagern ihr Gold sozusagen unter der Matratze – also ohne weitere Schutzmassnahmen im eigenen Haushalt. Ein Viertel davon hat das wertvolle Edelmetall sogar im Garten vergraben. 18 Prozent sind etwas vorsichtiger – und leisten sich einen Safe zu Hause. Wer auf Nummer sicher gehen will, bringt das Edelmetall zur Bank. Die Hälfte der Goldbesitzer entscheiden sich für einen Tresor oder ein Schliessfach – bei der Bank oder beim Edelmetallhändler.
Sammlung
Das 20-Franken-Goldvreneli ist als bekannteste Schweizer Goldmünze bei Sammlern beliebt. Bis 1949 wurden 58,6 Millionen Stück geprägt, von denen alle Exemplare gleich aussehen. Wie viele davon es noch gibt, ist nicht bekannt. Ein Vreneli ist mit dem aktuellen Goldkurs rund 820 Franken wert. Letztes Jahr brachte Swissmint zudem das 100-Franken-Vreneli zurück: Zum 100-Jahr-Jubiläum verkaufte die Eidgenössische Münzstätte 2500 Stück für jeweils 3500 Franken. Doch beim Verkauf kommt es zum Chaos – und anschliessend gar zu einer Anzeige.
Versteck
Die Krypto-Firma Tether hortet gemäss der Nachrichtenagentur Bloomberg aktuell 140 Tonnen Gold – mehr als zum Beispiel die Schwedische Nationalbank. Tether lagert das wertvolle Edelmetall in einem Schweizer Atomschutzbunker, in dem die Firma aus El Salvador einen Tresor eingerichtet hat. Wo sich dieser genau befindet, ist streng geheim. CEO Paolo Ardoino (42) nannte das Versteck einst «das sicherste der Welt».
Knappheit
Etwa 80 Prozent des weltweit verfügbaren Goldes wurden bereits gefördert. Experten gehen davon aus, dass es in 10 bis 20 Jahren deshalb kein neues Gold mehr geben wird. Das Edelmetall ist auch deshalb so viel wert, weil es so selten ist. Die bisher geförderte Menge würde nur einen Würfel mit einer Kantenlänge von 21 Metern ergeben, zeigt eine Studie der Universität Zürich.