Künstler-Duo stellt seine Banknoten vor
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Ihr Design hat gewonnen:Künstler-Duo stellt seine Banknoten vor

Gewinner aus Lausanner Designbüro
Diese neuen Banknötli landen in deinem Portemonnaie

Ab 2031 gibt es neue Schweizer Banknoten. Die SNB präsentierte am Mittwoch vor den Medien die Gewinner des Design-Wettbewerbs. Das Thema: «Die Schweiz und ihre Höhenlagen».
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Am Mittwoch präsentiert die Schweizerische Nationabank die neueste Banknotenserie.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SNB präsentiert am Mittwoch neue Banknotenserie, Einführung frühestens 2031
  • Thema: «Schweiz und ihre Höhenlagen», Stückelung und Farben bleiben gleich
  • Kosten für neue Serie: mittlerer zweistelliger Millionenbetrag, ab 2031 nutzbar
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Neue Nötli braucht das Land! Die aktuelle Banknotenserie hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) in den Jahren 2016 bis 2019 lanciert. Im Schnitt liegt die Lebensdauer einer Banknotenserie bei 15 bis 20 Jahren. Unsere aktuellen Nötli sind damit zwar noch fit. Oder wie es SNB-Präsident Martin Schlegel (49) bereits Ende Oktober 2025 ausdrückte: «Ich kann Ihnen versichern, dass die aktuellen Noten keine Midlife-Crisis haben.»

In den 2030er-Jahren gibt es dann aber eine neue Banknotenserie. Und weil die Entwicklung jeweils mehrere Jahre in Anspruch nimmt, arbeitet die Nationalbank bereits jetzt an der dann zehnten Serie. Am Mittwoch verkündeten die SNB-Vertreter Sébastien Kraenzlin (46) und Antoine Martin (56) am Zürcher Hauptsitz die Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Sechs Finalisten waren noch im Rennen. Gewonnen hat das Design der beiden Gestalter Fabienne Kilchör und Sebastién Fasel vom Lausanner Designbüro Emphase.

Foto: keystone-sda.ch

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Farben bleiben gleich

«Als wir erfahren haben, dass wir dieses Projekt gewonnen haben, waren wir extrem erfreut», sagt Kilchör dazu. Die Banknoten würden aus mehreren Schichten bestehen, erklären die Designer. Auf jeder Banknote ist eine unterschiedliche Höhenlage in der Schweiz abgebildet – passend zum Thema der neuen Serie: «Die Schweiz und ihre Höhenlagen». Zusammen sollen die Noten aber «eine Schweiz ergeben», so Kilchör. Dies sei eine «reizvolle Herausforderung» gewesen, sagt die Gestalterin. Die Notenserie ist in Pastelltönen gehalten und behält die bisherigen Farben bei. Auf der einen Seite zieren verschiedene heimische Pflanzen die Nötli, auf der anderen Seite sind Sujets aus Architektur, Kultur, Verkehr und Landschaft abgebildet.

Ursprünglich hatten sich mehr als 300 in der Schweiz tätige Gestalterinnen und Gestalter am Wettbewerb beteiligt. Die SNB wählte daraus dann zwölf Konzepte aus. Im Oktober 2025 verkündete sie die sechs Finalisten. Und jetzt die Gewinner des Design-Wettbewerbs.

So ist die SNB zum Entscheid gekommen

Die Nationalbank führte eine Bevölkerungsumfrage durch, an der mehr als 100'000 Personen teilnahmen. «Uns war es sehr wichtig, auch die Meinung der Bevölkerung abzuholen», so Sébastien Kraenzlin, stellvertretendes Mitglied des SNB-Direktoriums. Denn: «Die Noten sind unsere Visitenkarte.» Die Umfrage floss zu 50 Prozent in den Entscheid ein. Die Abstimmung eines SNB-Beirats machte die andere Hälfte der Gewichtung aus. Die Schweizer Bevölkerung kürte ebenfalls den Entwurf von Kilchör und Fasel zum Gewinner. Im SNB-Beirat stimmte jedoch die Mehrheit für das Konzept von Marcus Kraft. 

Bei den nun vorgestellten Banknoten handelt es sich um Entwürfe. Das endgültige Aussehen der Scheine kann sich unter Umständen deutlich davon unterscheiden. Das letzte Wort hat der Bankrat der SNB. Die Einführung der neuen Notenserie ist auf frühestens 2031 geplant. Billig sind die neuen Nötli nicht: Die neue Banknotenserie werde wohl gleich viel kosten wie die aktuelle. Eine genaue Zahl nennen die SNB-Vertreter nicht, sprechen aber von Kosten «im mittleren zweistelligen Millionenbetrag».

10:50 Uhr

Das Wichtigste in Kürze

  • Den Gestaltungswettbewerb für die neue Schweizer Banknoten-Serie haben Fabienne Kilchör und Sebastién Fasel vom Designbüro Emphase gewonnen.
  • Das Thema der neuen Serie ist «Die Schweiz und ihre Höhenlagen». Dafür haben Kilchör und Fasel auf den sechs Noten unterschiedliche Höhenlagen in der Schweiz in Pastellfarben abgebildet.
  • In den Entscheid floss zur Hälfte eine Bevölkerungsumfrage der SNB ein, an der über 100'000 Personen teilgenommen hatten – die Abstimmung eines Beirats der SNB wurde ebenfalls mit 50 Prozent gewichtet.
  • Die neue Ausgabe wird frühestens Anfang der 2030-er Jahre erwartet.

10:43 Uhr

Medienkonferenz ist beendet

Die Pressekonferenz ist nach den Fragen an die Gewinner beendet. Martin bedankt sich für die Aufmerksamkeit.

10:33 Uhr

Welche Sicherheitsmerkmale muss die SNB bei ihren Nötli noch verbessern?

Darüber hält sich die SNB bedeckt. Zu genauen Bestandteilen der Sicherheitsmerkmale der neuen Noten gebe man nicht im Detail Auskunft – dies, damit Fälscher den ausgeklügelten Merkmalen nicht so leicht auf die Spur kommen und sie nicht einfach kopieren können.

10:26 Uhr

Warum hält die SNB trotz Kritik an der 1000-er Note fest?

«Die Banknote erfüllt weiterhin ihre Funktion», erklärt Kraenzlin gegenüber einem Journalisten. «Einerseits als Bezahlungsmittel, das haben wir an der Ein- und Auslieferung der Note gesehen, andererseits als Wertaufbewahrungsmittel.» 

An der 1000-er Note – der wertvollsten Banknote der Welt – wird immer wieder Kritik laut. Es wird argumentiert, dass so grosse Banknoten illegale Aktivitäten wie Geldwäsche oder Steuerhinterziehung erleichtern. Auch Internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds oder die Europäische Zentralbank haben grosse Banknoten wiederholt kritisch gesehen, weil sie Schattenwirtschaft begünstigen können.

10:18 Uhr

Fragen an die Gestalter

Nachdem ihnen von den beiden SNB-Mitgliedern je ein Blumenstrauss überreicht wurde, kann das Publikum nun Fragen an die Gestalter stellen. 

Ein Journalist fragt beispielsweise, warum die SNB gerade jetzt neue Banknoten einführt. Dazu erklärt Martin: «Es ist eine Tatsache, dass die Verwendung von Bargeld in der Schweiz zurückgeht. Sie ist zwar immer noch relativ hoch und das am zweithäufigsten verwendete Zahlungsmittel.» Doch trotz des Rückgang spiele Bargeld für die Schweizer Bevölkerung nach wie vor eine wichtige Rolle. «In diesem Zusammenhang war es ein Anspruch der SNB, zu dieser Nachfrage beizutragen, ihren Auftrag zu erfüllen und sichere, neue Banknoten zu lancieren», so Martin.

10:17 Uhr

Die SNB gratuliert allen Teilnehmenden

Kraenzlin spricht an der Konferenz seine Glückwünsche für Kilchör und Fasel aus. Man gratuliere insbesondere aber auch allen 12 Teilnehmern. Ursprünglich haben sich mehr als 300 in der Schweiz tätige Gestalterinnen und Gestalter am Wettbewerb beteiligt.

Als Zeichen der Wertschätzung für die eingereichten Entwürfe gebe es im Zürcher Fraumünster eine Sonderausstellung, die vom 5. bis zum 15. März stattfinden. Dort seien alle Entwürfe für die Bevölkerung zu bestaunen. 

10:13 Uhr

So wurde der Entscheid gewichtet

Jetzt äussert sich auch Sébastien Kraenzlin, stellvertretendes Mitglied des SNB-Direktoriums, zum Entscheid. Er gibt Aufschluss darüber, was die Bestimmung des Gewinnerduos beeinflusst hat. «Uns war es sehr wichtig, auch die Meinung der Bevölkerung abzuholen», erkärt Kraenzlin. Deshalb wurde eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt, die zu 50 Prozent in die Beruteilung einfloss. An dieser nahmen laut SNB über 100’00 Personen teil. Der Entscheid eines SNB-Beirats machte die andere Hälfte der Gewichtung aus. 

Der Beirat hat demnach das Konzept H von Marcus Kraft präferiert. Kraenzlin betont, dass der Beirat keine Kenntnis über die Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage hatte.

10:07 Uhr

Gestalter äussern sich in Videobotschaft

«Als wir erfahren haben, dass wir dieses Projekt gewonnen haben, waren wir extrem erfreut», sagt Kilchör in einer Videobotschaft, die während der Medienkonferenz ausgestrahlt wird.

Die Banknoten würden aus verschiedenen Schichten bestehen, so die Gestalter vom Lausanner Designbüro Emphase. Auf jeder Banknote ist eine unterschiedliche Höhenlage in der Schweiz abgebildet. Passend zum Thema des diesjährigen Wettbewerbs: «Die Schweiz und ihre Höhenlagen». Zusammen sollen die Noten aber «eine Schweiz ergeben», so Kilchör. 

Ausserdem geben sie im Video Einblick in ein paar versteckte Easter Eggs: So gibt es eine Brücke auf dem 10er-Nötli, die auf der 20er-Note weitergeführt wird. Das gleiche Design wählten die Gestalter mit einem Zug, der von einer Note in die nächste fährt. Der Prozess war eine «reizvolle Herausforderung», so Kilchör. 

10:03 Uhr

Das ist der Gewinner!

Den Gestaltungswettbewerb gewinnt... der Entwurf J! Die sechs Nötli sind von den beiden Gestaltern Fabienne Kilchör und Sebastién Fasel in pastelligen Farben gehalten. In ihrem Entwurf zieren auf der einen Seite verschiedene Pflanzen die Banknoten, auf der anderen Seite sind es Sujets aus Architektur, Kultur, Verkehr und Landschaft.

Das endgültige Aussehen der Scheine kann sich jedoch noch deutlich vom Wettbewerbsentwurf unterscheiden, so die SNB. Über das finale Design entscheidet der Bankrat der SNB. Die Ausgabe der neuen Nötli wird zudem frühestens Anfang der 2030er-Jahre erwartet.

10:01 Uhr

Jetzt gehts los

Zahlreiche Medienschaffende haben sich am Zürcher Hauptsitz versammelt, um der Veranstaltung beizuwohnen. Um den Gewinner wird bis zuletzt ein Geheimnis gemacht: Nicht mal eine sonst übliche physische Medienmappe liegt auf den Stühlen bereit. Antoine Martin, Vizepräsident des SNB-Direktoriums, und Sébastien Kraenzlin, stellvertretendes Mitglied des Direktoriums, betreten die Bühne.

09:44 Uhr

Warum gibts schon jetzt neue Nötli?

Durchschnittlich sind Banknoten 15 bis 20 Jahre im Umlauf. Die aktuelle Schweizer Serie wurde zwischen 2016 und 2019 eingeführt und hat damit erst etwa die Hälfte ihres Lebenszyklus erreicht. Trotzdem kümmert sich die SNB jeweils zeitig um die Einführung neuer Nötli: Denn die Entwicklung dauert mehrere Jahre. Zudem wird es für Fälscher immer leichter, die Nötli zu fälschen, je länger sie im Umlauf sind. Hier liest du mehr zur geplanten 10. Banknoten-Serie.

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