«Das ist Selbstzerstörung!»
Hollywood-Legende bekämpft neuen McDonald's mitten in Zürich

Anwohner laufern Sturm gegen einen neuen McDonald's am Zürcher Limmatquai. Sie befürchten Lärm, Abfall und unangenehm duftende Abluft aus der Burger-Küche. Sie planen Rekurse und sammeln Unterschriften. Jetzt bekommen sie prominente Unterstützung aus der Fimbranche.
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Am Limmatquai 48 mitten in Zürich soll ein neuer McDonald's entstehen.
Foto: Loick von Arx

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • McDonald's plant Filiale am Zürcher Limmatquai, sorgt für Anwohnerproteste
  • Oscarpreisträgerin Emma Thompson unterstützt Petition gegen das Fast-Food-Restaurant
  • McDonald's erwartet 10'000 Bestellungen pro Woche, 87 Sitzplätze geplant
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Die geplante McDonald's-Filiale am Zürcher Limmatquai bringt Anwohnerinnen und Gewerbler auf die Palme. Für sie ist klar: Mit dem Fast-Food-Lokal vor der Haustüre gibts nur Theater. Sie stören sich an den langen Öffnungszeiten. Am Geruch aus der Burger-Küche. Und am Abfall im Umkreis des neuen Restaurants. Kurz: Die Emotionen gehen hoch, noch bevor auch nur ein Happy Meal verkauft wurde.

Darum geht es: An bester Altstadt-Lage in der Fussgängerzone am Limmatquai 48 soll ein Restaurant auf zwei Stockwerken entstehen. 87 Sitzplätze sind geplant, 14 zusätzlich draussen. Sieben Tage die Woche soll die Filiale offen sein. Täglich von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. Freitags und samstags bis 5 Uhr morgens. McDonald's rechnet mit 10'000 Bestellungen pro Woche. Diese Zahlen machen Anwohnern, Gewerblern und Hausbesitzern Angst.

Sogar Emma Thompson unterschreibt

Seit Anfang März sammelt ein Verein von Anwohnern Unterschriften. 1600 Unterschriften hat er schon beisammen. 2000 sollen die Petition unterzeichnen, so das Ziel. Dabei bekommen die McDonald's-Gegner prominente Unterstützung, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Schauspielerin und Produzentin Emma Thompson (66) hat unterschrieben. Die zweifache Oscar-Gewinnerin hat im Hotel Storchen auf der gegenüberliegenden Seite der Limmat genächtigt. Und war begeistert vom Ausblick aus ihrem Zimmer. 

Dort ein Fast-Food-Restaurant zu eröffnen, bezeichnet sie als «act of self-harm», als einen Akt der Selbstzerstörung. «Ich hoffe, dass diese berechtigte und notwendige Petition ein Umdenken bewirkt», schreibt Thompson in einem Brief, der dem «Tages-Anzeiger» vorliegt. Zu ihren bekanntesten Streifen gehören «Wiedersehen in Howards End» (1992) und «Sinn und Sinnlichkeit» (1995), für die sie je einen Oscar erhielt, sowie mehrere «Harry Potter»- und «Men in Black»-Teile. Seit 2003 ist sie mit Schauspieler Greg Wise (59) verheiratet. Das Paar hat eine Tochter sowie einen Adoptivsohn aus Ruanda. 2018 wurde sie von Königin Elizabeth II. (1926 bis 2022) zur «Dame» ernannt. 

«Einsprachen gehören einfach dazu»

Die heftigen Proteste bringen McDonald's allerdings nicht aus der Ruhe. «Wir werden ein guter Nachbar sein, wie in allen unseren Restaurants», versprach Florian Goepfert, Leiter Immobilien von McDonald's Schweiz, schon 2025 im Blick. «Wir werden auf Touren gehen, auf denen wir unseren Abfall zusammensammeln, aber auch alles, was sonst rund um das Restaurant herumliegt.» Zudem sagte Goepfert: «Wir werden am Limmatquai nicht die vollen Öffnungszeiten ausnutzen.»

Auch seine Vorgesetzte bleibt gelassen. «Einsprachen gehören in der Schweiz halt einfach dazu», sagte Lara Skripitsky (54), Chefin bei McDonald's Schweiz, im Gespräch mit Blick. Für dieses Jahr sind vier bis sechs neue Restaurants geplant: Das nächste eröffnet in Lamone TI. Bis am Limmatquai die ersten Gäste bedient werden, dürfte es noch eine Weile dauern.

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