Darum gehts
- Oberkirch LU ist die attraktivste Gemeinde der Schweiz laut «Bilanz»-Ranking
- Zentralschweiz dominiert: 7 Gemeinden unter den Top 10
- 966 Gemeinden bewertet: Tavannes BE auf dem letzten Platz
Die Innerschweiz holt sich den Titel: Oberkirch LU ist die attraktivste Gemeinde der Schweiz. Der 5000-Einwohner-Ort am Sempachersee belegt den ersten Platz unter 966 Gemeinden, die das Beratungsunternehmen Iazi für «Bilanz» untersucht hat. Gegenüber dem Vorjahr macht Oberkirch einen Sprung vom fünften auf den ersten Platz – und tauscht mit dem Vorjahressieger Freienbach SZ die Plätze.
Oberkirch überzeugt mit seiner Lage: Die Bewohner der an Sursee grenzenden Gemeinde profitieren von der unmittelbaren Nähe zur Natur mit Seezugang und Blick auf die Alpen. Dennoch ist die nächste Stadt nicht weit – in einer halben Stunde ist man sowohl mit dem Zug als auch mit dem Auto in Luzern. Zudem prägen ein reges Vereinsleben und ein vielfältiges Sport- und Kulturangebot das Dorf. «Oberkirch ist am Puls und hat sich trotzdem das Ländliche bewahrt», beschreibt Gemeindepräsident Raphael Kottmann (47) seine Gemeinde der «Bilanz».
Wie schneidet deine Gemeinde im schweizweiten Vergleich ab? Das aktuelle «Bilanz»-Gemeinde-Ranking, erstellt vom Beratungsunternehmen Iazi, liefert dir die Antwort. Analysiert wurden 966 Schweizer Gemeinden anhand von 56 Kriterien – von Steuern und Wohnqualität über Mobilität und Arbeitsmarkt bis hin zu Sicherheit und Lebensqualität.
Wie schneidet deine Gemeinde im schweizweiten Vergleich ab? Das aktuelle «Bilanz»-Gemeinde-Ranking, erstellt vom Beratungsunternehmen Iazi, liefert dir die Antwort. Analysiert wurden 966 Schweizer Gemeinden anhand von 56 Kriterien – von Steuern und Wohnqualität über Mobilität und Arbeitsmarkt bis hin zu Sicherheit und Lebensqualität.
Innerschweiz dominiert
Für das «Bilanz»-Gemeinde-Ranking untersuchte die Zürcher Beratungsfirma 966 Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern. Diese wurden anhand von 56 Kriterien bewertet. Darunter: Steuern, Wohnqualität, Arbeitsmarkt, Erreichbarkeit, Versorgung, Sicherheit und Umwelt. «Zentralität, tiefe Steuern und Gewässer sind die drei entscheidenden Hebel bei der Standortwahl», erklärt Iazi-Studienleiter Donato Scognamiglio (56) die Erfolgsformel der Gewinnergemeinden gegenüber der «Bilanz».
Auf dem zweiten Rang des Rankings landet die Gemeinde Horn TG. Das «Monaco am Bodensee» wartet laut Gemeindepräsident Thierry Kurtzemann (60) mit tiefen Steuern und hoher Lebensqualität auf. Keinen Seezugang, aber dafür ein schönes Alpenpanorama bietet das drittplatzierte Maienfeld GR. Die Heimat von Schwingerkönig Armon Orlik (31) ist gut an städtische Zentren angebunden und bietet gleichzeitig ländliche Ruhe.
Beim Blick auf die Top 10 fällt auf: Vor allem Innerschweizer Gemeinden erfüllen die Erfolgsformel. Mit Horn und Maienfeld GR sind nur zwei Gemeinden ausserhalb der Innerschweiz unter den besten zehn. In den Top 10 ist der Kanton Schwyz viermal, Zug zweimal und Luzern und Nidwalden jeweils einmal vertreten.
Schlusslichter aus dem Berner Jura
Die grossen Städte landen im Mittelfeld des Rankings. Sie profitieren zwar von ihrer guten Infrastruktur, müssen aber Abzüge bei den Faktoren Wohnkosten, Sicherheit und Verkehrsbelastung hinnehmen. Am besten schneidet Zürich (Rang 93) ab – deutlich vor Basel (Rang 429), Bern (Rang 431), Lausanne (Rang 494) und Genf (Rang 745).
Ganz unten im Ranking finden sich viele Gemeinden aus dem Kanton Bern. In den Flop 10 ist der Kanton gleich sechsfach vertreten. Den unrühmlichen letzten Platz belegt dieses Jahr dabei die Gemeinde Tavannes BE – noch hinter Reconvilier BE und Tramelan BE. Alle drei Gemeinden liegen im Berner Jura.