Darum gehts
- Der Güggeli-Express mit 72 Standorten ist seit 29. Januar konkurs
- Unklarheit über die Zukunft von 30 Mitarbeitenden und 14 Grillwagen
- Halbes Poulet kostete 13 Franken, Schenkel gab es für 7.50 Franken
In weiten Teilen der Deutschschweiz kennt sie jedes Kind! Die auffälligen Grillwagen vom Güggeli-Express mit dem riesigen, halben Poulet auf dem Dach gehören in vielen Gemeinden zum Dorfbild. Seit 1998 stehen sie am Strassenrand. Schon von Weitem kann man die frischen Güggeli riechen. Generationen von Handwerkern oder Eltern, bei denen es einmal schnell gehen muss, weil die hungrigen Kinder nerven, haben sich beim Fastfood-Pionier mit Sitz in Bassersdorf ZH eingedeckt.
Jetzt ist der Grill aus, wie 20 Minuten zuerst berichtet hat. Für immer. Im Schweizerischen Handelsamtsblatt ist der Konkurs per 29. Januar publiziert worden. Das Obergericht des Kantons Zürich hat eine Beschwerde gegen die Konkurseröffnung abgewiesen. Jetzt wird die Firma liquidiert.
Halbes Poulet für 13 Franken
72 fixe Standorte haben die Grill-Lieferwagen angefahren. Heute wären sie in Richterswil ZH beim Spar, in Uster ZH beim Zeughaus oder in Zürich beim Tram-Museum gestanden, wie ein Blick auf die Homepage zeigt. Stammgäste werden enttäuscht sein, sie müssen nun auf den wöchentlichen Güggeli-Schmaus verzichten.
Das Familienunternehmen in zweiter Generation hat halbe (13 Franken) und ganze Poulets (26 Franken) angeboten, aber auch Schenkel (7.50 Franken) und Schweinshaxen (13 Franken). Dazu gab es einen Partyservice mit Würsten, Burgern und Pommes.
Was mit den über 30 langjährigen Grilleuren und den 14 speziell konstruierten Grill-Lieferwagen passiert, bleibt noch offen. Güggeli-Express hat entsprechende Fragen von Blick bisher nicht beantwortet.