Darum gehts
- Donald Trump besucht das WEF 2026 in Davos als prominentester Gast
- Klaus Schwab wird erstmals nicht am Jahrestreffen teilnehmen
- Über 60 Staats- und Regierungschefs werden erwartet, ein neuer Rekord
Vom 19. bis 23. Januar 2026 wird Davos GR der Nabel der globalen Wirtschafts- und Politwelt sein. Dann findet das 56. Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) statt, und der mit Abstand prominenteste Besucher steht bereits fest: US-Präsident Donald Trump (79). «Wir freuen uns, Präsident Trump wieder zum Jahrestreffen begrüssen zu dürfen», heisst es von offizieller Seite des WEF.
Die Anwesenheit des mächtigsten Mannes der Welt lockt auch viele seiner Amtskollegen ins beschauliche Landwassertal: «Wir erwarten im kommenden Januar über 60 Staats- und Regierungschefs in Davos», schreibt das WEF. Das wäre ein neuer Rekord, denn bisher waren noch nie mehr als 60 Präsidenten oder Regierungschefinnen am WEF. Für Trump wird es nach 2018 und 2020 der dritte Besuch in Davos sein.
Für den US-Präsidenten stand die Teilnahme schon früh fest: In seinem bislang letzten Telefonat mit WEF-Gründer Klaus Schwab (87) sagte Trump zu Schwab: «See you in Davos.» Das war im April dieses Jahres. Klar ist aber auch, dass das Jahrestreffen zum ersten Mal ohne den Gründer über die Bühne gehen wird. Zu viel Porzellan wurde in den vergangenen Monaten zerschlagen. Beide Seiten haben es nicht zustande gebracht, eine Bühne zu schaffen, damit sich Schwab in Davos mit erhobenem Haupt von seinem Lebenswerk verabschieden kann.
Auch Milei zum dritten Mal in Davos
Dadurch könnte es zu einer brisanten Begegnung kommen: zwischen Trump und André Hoffmann (67), der das WEF in dieser Zeit des Übergangs zusammen mit Blackrock-Chef Larry Fink (73) interimistisch präsidiert. Hoffmann hat schon öfter klargemacht, wie wenig er von Trump hält.
Welche Politgrössen wirklich nach Davos pilgern, gibt das WEF erst am 13. Januar bekannt, doch einige Details sind bereits durchgesickert: So wird der argentinische Präsident Javier Milei (55) zum dritten Mal in Folge teilnehmen und sich nach seinem Auftritt in der Congress Hall wie immer von seinem Fanclub konservativer Politkollegen feiern lassen.
Der Knatsch ums WEF hat der Attraktivität der Veranstaltung keinen Abbruch getan, im Gegenteil: Auch bei den Wirtschaftsführern und den Vertretern von NGOs zeichnet sich eine Rekordteilnahme ab – wobei Trump als Zugpferd der Veranstaltung dabei hilft.
Das grosse Interesse lässt die Übernachtungspreise durch die Decke schiessen, mehrere Zehntausend Franken für die letzten Zimmer und Wohnungen sind die Regel. Seit dem Frühling haben die Preise noch mal deutlich angezogen. So kostet zum Beispiel eine Wohnung – immerhin mit Blick auf das Kongresszentrum – 48'809 Franken für fünf Nächte. Dafür gibt es auf 79 Quadratmetern ein Schlafsofa im Wohnzimmer und ein Doppelbett im Schlafzimmer.