Ans Messer geliefert
Mitarbeitende stahlen massenhaft Victorinox-Produkte – es gab Entlassungen

Mitarbeitende der Kultmarke Victorinox stahlen massenhaft Schweizer Messer – vom fehlerhaften Halbprodukt bis zum neuwertigen Exemplar. Die Polizei ermittelt, Entlassungen gab es bereits. Sogar auf Flohmärkten tauchten die gestohlenen Messer auf.
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Diebstahl in grossem Stil: Victorinox-Mitarbeitende sollen mannigfach Messer gestohlen haben.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mitarbeitende stahlen massenhaft Schweizer Messer, verkauften sie auf Flohmärkten.
  • Polizei ermittelt, Staatsanwaltschaft eröffnete Strafverfahren, Entlassungen bei Victorinox.
  • 2025 stahlen 29 % der Schweizer am Arbeitsplatz, 2019 waren es 20 %
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Ein echtes Schweizer Sackmesser gehört für viele zum Alltag – doch bei der Kultmarke Victorinox bedienten sich einige Angestellte offenbar auf illegalem Weg. Mitarbeitende haben massenweise Schweizer Messer gestohlen, wie der «Bote der Urschweiz» zuerst berichtete. Diebstahl kann das Schweizer Vorzeigeunternehmen natürlich nicht zulassen: Laut dem Boten gab es deswegen Entlassungen. Die Polizei führte bereits Ermittlungen zu den Diebstählen durch. Jetzt wird auch die Justiz auf den Plan gerufen.

Die Diebe waren skrupellos: Sie stahlen sowohl Messer mit kleinen Fehlern oder Halbprodukte als auch fertige, neuwertige Messer. Diese konnte man dann zum Beispiel am Flohmarkt am Zürcher Bürkliplatz oder auf dem Parkplatz des Wynecenters Buchs bei Aarau AG zu günstigen Preisen ergattern.

Flohmarkt-Coup

Neuwertige Schweizer Taschenmesser zum günstigen Preis zu erstehen, würde für den durchschnittlichen Flohmarkt-Bummler als Coup erscheinen. Sie sind aber nicht einmal das wertvollste Diebesgut, das auf einem Schweizer Flohmarkt je verscherbelt wurde. 2023 verkaufte ein Räuber echte Picasso-Bilder auf einem Thurgauer Flohmarkt.

Der Dieb und sein Komplize überfielen im Oktober 2020 einen Senior in Weinfelden TG und klauten die echten Pablo-Picasso-Werke. 50'000 Franken waren die zwei Bilder wert, doch der Räuber war sich dessen nicht bewusst. Er hat sie für 150 Franken auf dem Flohmarkt verkauft.

Diebstahl am Arbeitsplatz ist keine Seltenheit

Diebstahl am Arbeitsplatz ist hochriskant. Aber so ungewöhnlich wie man meinen könnte, ist er gar nicht. Laut einer Moneyland-Studie 2025 haben 29 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer, also fast jeder dritte, mindestens einmal am Arbeitsplatz etwas gestohlen oder nicht bezahlt. 2019 war es noch jeder fünfte Arbeitnehmende, der seine Firma bestahl.

Wer lange damit davonkommt, kann auch richtig einsacken: Zwei Mitarbeiter des Flughafens Palma de Mallorca stahlen über längere Zeit Kupferkabel im Wert von fast 70'000 Franken und verkauften sie dann an umliegende Recyclinghöfe. Nach dem Hoch kommt aber schnell das Tief: Die zwei Männer im Alter von 46 und 48 wurden von ihrem Arbeitgeber erwischt und verhaftet.

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