Angestellte wussten von nichts
Französische Billigkette Gifi halbiert Filialnetz in der Schweiz

Gifi stampft 16 seiner insgesamt 31 Schweizer Standorte ein. Angestellte einer Aargauer Filiale erhielten zu Weihnachten plötzlich die schriftliche Kündigung. Die Schliessungswellen folgen just auf die Übernahme durch den Konkurrenten Maxi Bazar.
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Die Hälfte aller Schweizer Gifi-Filialen soll von der Bildfläche verschwinden. Darunter auch jene in Brugg AG, die per Ende Februar schliesst.
Foto: Google Street View

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Discounter Maxi Bazar schliesst 16 von 31 Filialen in der Schweiz
  • Betroffen sind vor allem Standorte in der Deutschschweiz, darunter Brugg AG
  • Am 24. Dezember erhielten Mitarbeitende schriftliche Kündigungen ohne Anschlusslösung
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Billig boomt: Egal, ob online mit den chinesischen Grosshändlern Temu oder Aliexpress oder auf dem stationären Markt mit Discounter-Ketten wie Action. Letztere hat hierzulande innert kürzester Zeit gleich drei Filialen eröffnet – mit Erfolg. Der Andrang im neuen Action-Store in Bachenbülach ZH war riesig. 

Weniger rund läuft es offenbar bei der französischen Konkurrenz, wie «CH Media» unter Berufung auf gut informierte Quellen berichtet. So musste der Discounter Gifi vergangenen Dezember seine Filiale im Shoppi Tivoli in Spreitenbach AG dichtmachen.

Und das ist wohl erst der Anfang: Insgesamt soll der Billigheimer hierzulande laut der Zeitung 16 Standorte beerdigen. Bei einem Filialnetz von insgesamt 31 Shops – der Grossteil davon in der Romandie – ist das gut jeder zweite. Von den Schliessungen betroffen seien fast ausnahmslos alle Geschäfte in der Deutschschweiz, schreibt die Zeitung. 

Angestellte vor den Kopf gestossen

Interessant: der französische Discounter Maxi Bazar hat Anfang Jahr die rund 30 Gifi-Filialen in der Schweiz übernommen. Der Konzern wollte sich gegenüber «CH Media» nicht zu den geplanten Schliessungen äussern.

Eine Filiale, die der Schliessungswelle aber definitiv zum Opfer fällt, ist jene am Lindenplatz in Brugg AG. Über die Übernahme durch Maxi Bazar wurden die dortigen Angestellten offenbar im Dezember 2025 informiert. Nur: Ihnen wurde laut eigenen Angaben mitgeteilt, dass dies keine personellen Veränderungen mit sich bringen würde. Jetzt ist klar: Beim Standort in Brugg gehen bereits Ende Februar die Lichter aus. Anschlusslösungen gibt es nicht, die Mitarbeiter sind ab dann freigestellt. Besonders bitter: Am 24. Dezember flatterte bei allen die schriftliche Kündigung in den Briefkasten. 

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