7 überraschende Fakten aus dem Gemeinderanking 2026
Von wegen Zürich – Wohnungsnot ist in Bündner Ort am grössten

Wo gibt es die meisten Supermärkte? Welche Gemeinde ist das Altersheim der Schweiz? Und wessen Bewohner gründen besonders wenige Unternehmen? Blick liefert spannende Erkenntnisse aus dem Gemeinderanking 2026.
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Blick hat das grosse «Bilanz»Gemeinde-Ranking genauer angeschaut. Welche Gemeinden schneiden in den einzelnen Kategorien besonders gut – oder schlecht – ab?
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Oberkirch LU gewinnt «Bilanz»-Gemeinde-Ranking 2026, gefolgt von Horn TG, Maienfeld GR
  • Zug: 54,7 Firmen-Neugründungen pro 1000 Einwohner, Spitzenwert in der Schweiz
  • Lumnezia GR bietet 868,61 Hektaren Grünfläche pro 1000 Einwohner – der Bestwert
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Sven SchumannRedaktor Wirtschaft

Die attraktivste Gemeinde der Schweiz liegt am Sempachersee: Oberkirch LU belegt in diesem Jahr den ersten Platz im grossen «Bilanz»-Gemeinde-Ranking. Auf den weiteren Podestplätzen: Horn TG und Maienfeld GR. Die drei Gemeinden schneiden über alle 56 Faktoren gesehen, die das Beratungsunternehmen Iazi für die umfangreiche Analyse herbeigezogen hat, am besten ab.

Das Gemeinderanking der «Bilanz»

Wie schneidet deine Gemeinde im schweizweiten Vergleich ab? Das aktuelle «Bilanz»-Gemeinde-Ranking, erstellt vom Beratungsunternehmen Iazi, liefert dir die Antwort. Analysiert wurden 966 Schweizer Gemeinden anhand von 56 Kriterien – von Steuern und Wohnqualität über Mobilität und Arbeitsmarkt bis hin zu Sicherheit und Lebensqualität.


Wie schneidet deine Gemeinde im schweizweiten Vergleich ab? Das aktuelle «Bilanz»-Gemeinde-Ranking, erstellt vom Beratungsunternehmen Iazi, liefert dir die Antwort. Analysiert wurden 966 Schweizer Gemeinden anhand von 56 Kriterien – von Steuern und Wohnqualität über Mobilität und Arbeitsmarkt bis hin zu Sicherheit und Lebensqualität.


Blick hat sich die einzelnen Kategorien genauer angeschaut und zeigt, welche Gemeinden besonders hervorstechen – oder schlecht dastehen. Hier sind sieben Erkenntnisse:

1

Nobelort ist Lebensmittelwüste

Noch mal schnell aus dem Haus, um den Znacht einzukaufen? Kein einfaches Unterfangen in Cologny GE. Die 6000 Einwohner teilen sich ein einziges Lebensmittelgeschäft. Schweizer Negativrekord!

Dabei gibt es in der Genfer Gemeinde viel gut gefüllte Portemonnaies: Cologny gilt als eine der wohlhabendsten der Schweiz. Die Einwohner können es sich leisten, die Waren nach Hause zu bestellen – oder den Butler zum Einkaufen zu schicken. Auf der anderen Seite des Rankings steht Anniviers VS. Hier führt der tägliche Einkauf zu Entscheidungsschwierigkeiten. Im 2800-Seelen-Dorf gibt es laut dem Ranking fast 20 Einkaufsmöglichkeiten.

2

Entspannen im Grünen

Natur macht glücklich. Einem Spaziergang durchs Grüne sagt man nach, dass er Stress reduziert, Depressionen vorbeugt und sogar die Sterblichkeit senkt. Den Luxus üppiger Grünflächen haben aber nicht alle Gemeinden. Besonders grau sieht es in dieser Hinsicht in der Tessiner Gemeinde Massagno aus. Im Vorort Luganos kommen auf 1000 Einwohner nur 0,74 Hektar Grünraum. Das ist mehr als 1000-mal weniger als beim Spitzenreiter. In Lumnezia GR teilen sich 1000 Einwohner ganze 868,61 Hektare Grünfläche.

3

Unternehmertum am Zugersee

Die Einwohner von Rüderswil BE sind nicht besonders unternehmerisch. Pro 1000 Einwohner wurden hier letztes Jahr 0,42 Firmen gegründet – schweizweiter Tiefstwert. Umgerechnet auf ihre 2390 Einwohner bedeutet das eine einzige Firmengründung.  

Ganz anders am Zugersee: Dass die Stadt Zug besonders wirtschaftsfreundlich ist, wird niemanden überraschen. Wie viele Firmen hier 2025 gegründet wurden dann aber vielleicht doch. Auf 1000 Einwohner fielen satte 54,7 Firmengründungen an. Oder anders ausgedrückt: Pro 18 Einwohner entstand 2025 ein neues Zuger Unternehmen. 

4

Kantonswechsel mit Pauken und Trompeten

Der lärmigste Ort der Schweiz? Viele würden auf viel befahrene Städte und Verkehrsknotenpunkte tippen. Oder vielleicht eine Gemeinde in der Nähe eines Flughafens? Nein, laut der Auswertung ist es in Moutier JU am lautesten! Die Gemeinde hat eine Lärmkulisse von durchschnittlich 52 Dezibel. Dies entspricht in etwa der Lautstärke eines normalen Gesprächs.

Viel Lärm gab es dort in den letzten Jahren vor allem um den Kantonswechsel von Bern zum Jura. Wem der Lärmpegel in Moutier zu hoch ist, kann sich einen Umzug nach Obfelden ZH überlegen. Dort ist man offenbar besonders ruhig – die leiseste Gemeinde im Ranking.

5

Bündner Gemeinde hat keine einzige freie Wohnung

Wer in Zürich eine Wohnung sucht, muss einiges aushalten. Allein für die Wohnungsbesichtigung braucht es häufig bereits Losglück. Explodierende Mieten und Leerkündigungen sorgen für weiteren Frust. Noch extremer ist es aber in Vaz/Obervaz GR. Die Gemeinde weist eine Leerwohnungsziffer von 0 Prozent auf. Keine einzige Wohnung ist frei! Anders in Commugny VD. Hier stehen 8,5 Prozent der Wohnungen – also jede zwölfte – leer.

6

Basler Vorort hat die wenigsten Sozialhilfeempfänger

In der Schweiz bekommen knapp 3 Prozent der Bevölkerung Sozialhilfe. Doch es gibt grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden. In Bex VD bezogen im letzten Jahr 11 Prozent der Einwohner Sozialhilfeleistungen – der höchste Wert in der Schweiz. Am anderen Ende der Skala liegt Allschwil BL. Nur 0,14 Prozent der Bevölkerung sind in der einwohnerstärksten Gemeinde von Basel-Land auf Sozialhilfe angewiesen.

7

Tessiner Dorf ist Altersheim der Schweiz

Direkt neben Sozialhilfe-Grossauszahler Bex liegt mit dem Nachbardorf Ollon VD der Jungbrunnen der Schweiz. Auf 100 Einwohner im Alter von 20 bis 64 kommen 51 Teenager. Die älteste Gemeinde der Schweiz findet sich im Tessin. In Muralto leben nur 20 Teenager pro 100 Erwachsene zwischen 20 und 64.

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