«Auch der Gegenentwurf würde Bargeld in Verfassung verankern»
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Karin Keller-Sutter:«Gegenentwurf würde Bargeld auch in Verfassung verankern»

54 Prozent wollen ihn nicht mehr
Jetzt gehts dem goldigen Fünfräppler an den Kragen!

Mehr als die Hälfte der Schweizer will die kleinste Münze abschaffen. Bargeld hingegen bleibt gefragt – nur 11,2 Prozent befürworten dessen Ende. Am 8. März stimmt die Schweiz über die Bargeld-Initiative ab.
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Münz ist bei Schweizerinnen und Schweizern beliebt.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

  • 54 Prozent der Schweizer möchten die Abschaffung des Fünfräpplers unterstützen
  • Bargeld gewinnt wieder Zuspruch, nur 11,2 Prozent wollen Abschaffung
  • Im Tessin sprechen sich 21,5 Prozent für Bargeld-Abschaffung aus
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Fünfräppler-Fans sind in der Minderheit. Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (54 Prozent) spricht sich für die Abschaffung der kleinsten Münze aus. Das zeigt eine Umfrage des Edelmetall-Händlers Philoro in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen.

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Besonders deutlich ist die Ablehnung im Tessin: Dort wollen 80 Prozent auf das Fünfrappenstück verzichten. In der Romandie sind es 68 Prozent. Ganz anders die Deutschschweiz – hier ist die Bevölkerung in der Frage gespalten. 50 Prozent wollen künftig keine Fünfräppler mehr. «Die Ergebnisse zeigen, dass die Abschaffung des Fünfräpplers regional sehr unterschiedlich beurteilt wird», sagt Philoro-Schweiz-CEO Christian Brenner.

Bargeld erlebt Comeback

Während die kleinste Münze an Rückhalt verliert, erlebt Bargeld insgesamt ein Comeback. Nur noch 11,2 Prozent der Befragten können sich eine vollständige Abschaffung von Münzen und Banknoten vorstellen, heisst es in einer Medienmitteilung zur neusten Edelmetall-Studie. Zum Vergleich: 2023 lag dieser Wert noch bei 28 Prozent, 2024 bei 12,4 Prozent. Das zeigt eindrücklich: Bargeld gewinnt wieder an Zuspruch.

Auch hier zeigen sich grosse regionale Unterschiede. Im Tessin befürworten 21,5 Prozent eine Abschaffung von Bargeld, in der Romandie sind es nur noch 13 Prozent. Am deutlichsten am guten alten Münz hängen die Deutschschweizer: Nur 9,8 Prozent sprechen sich für eine Abschaffung aus.

Jüngere hängen weniger am Bargeld

Auffällig: Je jünger die Befragten, desto eher können sie auf Bargeld verzichten. Bei den über 60-Jährigen sind nur 6,2 Prozent dafür. Bei den 18- bis 29-Jährigen bereits 15,8 Prozent. Auch Personen mit höherem Einkommen oder Bildungsabschluss stehen Münzen und Noten kritischer gegenüber.

Für Brenner ist klar: «Die Fünfrappen-Frage und die Bargeld-Frage gehen in unterschiedliche Richtungen.» Bargeld stehe für Selbstbestimmung, Privatsphäre und Verfügbarkeit, und zwar unabhängig von Technik oder Strom. Deshalb erstaune es nicht, dass in der Schweiz sogar eine Bargeld-Initiative lanciert wurde. Am 8. März stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über die Bargeld-Initiative und den direkten Gegenentwurf ab.

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