Darum gehts
- Leclanché zahlt Januar-Löhne nach Erhalt von 16,7 Mio. CHF
- Finanzspritze sichert operative Stabilität und laufende Verpflichtungen
- 369 Mitarbeitende betroffen, Hauptsitz in Yverdon-les-Bains und Willstätt
Gute Nachricht für die 369 Angestellten des Schweizer Batterieherstellers Leclanché: Das Industrieunternehmen aus Yverdon-les-Bains VD kann offenbar die Januar-Löhne doch zahlen. So hat die finanziell angeschlagene Firma bekanntgegeben, dass sie von verschiedenen Partnern Gelder in Höhe von 16,7 Millionen Franken erhalten hat.
Die Vereinbarung biete zusätzliche Liquidität, um die laufenden Verpflichtungen zu erfüllen, schreibt der Konzern am Freitag in einer Mitteilung. Neben den Gehältern für die Mitarbeitenden am Hauptsitz und bei der deutschen Tochtergesellschaft in Willstätt umfassen diese Verpflichtungen auch die Bezahlung von Lieferanten und projektbezogene Kosten.
Management will «strategisch und finanzielle Optionen» prüfen
Die Finanzspritze gewährleiste die «operative Stabilität», heisst es weiter. Die neuen Millionen ermöglichen den Teams und der Geschäftsleitung, sich auf die laufenden Aktivitäten zu konzentrieren. Parallel dazu wollen der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung weiterhin verschiedene «strategische und finanzielle Optionen» prüfen, um die Kapitalstruktur langfristig zu stärken.
Mitte Februar hatte Leclanché bestätigt, «kurzfristige Liquiditätsprobleme» zu haben, weshalb das Unternehmen die Januar-Löhne nicht zahlen konnte. Zuerst hat die Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi» darüber berichtet.