30 Prozent teurer!
Grösster Schweizer Freizeitpark erhöht die Preise massiv

Wer ein Jahresabo für die Badewelt des Swiss Holiday Park löst, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Reka-Tochter erhöht den Preis um 30 Prozent. In den vergangenen Jahren sind auch die Preise der Einzeleintritte gestiegen.
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Der Swiss Holiday Park von Reka erstreckt sich über 116'000 Quadratmeter.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swiss Holiday Park erhöht Jahresabo-Preise für Bäderwelt um 30 Prozent
  • Neu zahlt man 1280 Franken
  • Gäste monieren die Preiserhöhungen und kritisieren weniger Personal im Badebereich
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Wenn es draussen wärmer wird, zieht es Familien wieder zu Tausenden in die heimischen Freizeit- und Wasserparks. Wer eine Anlage mit Kind und Kegel regelmässig besucht, spart mit einer Mehrtages- oder Abo-Karte eine schöne Stange Geld. Genau dieses Angebot wird aber beim grössten Freizeitpark der Schweiz, dem Swiss Holiday Park in Morschach SZ, jetzt massiv teurer. Die Reka-Tochter erhöht den Preis für ein Jahresabo für die Bäderlandschaft um satte 30 Prozent, wie der Bote der Urschweiz berichtet. Stammgäste der Badi, Sauna und Therme müssen neu 1280 Franken statt wie bisher 990 Franken zahlen. 

Gründe für die Erhöhung sind gemäss Marketingleiter Thomas Holzmann die allgemeine Teuerung, gestiegene Energiekosten und zusätzliche Leistungen, wie er in einem Interview mit dem Boten erklärt. Doch laut der Zeitung sehen die langjährigen Besucher bei Letzteren – darunter ein neues «Pflicht»-Handtuch, mehr Teestationen oder ein Früchte-Buffet – eher versteckte Preiserhöhungen statt erfreulichen Serviceerweiterungen.

Gäste hätten wegen fehlender Saunaaufgüsse und weniger Aufsichtspersonal eher den Eindruck, dass in der 500 Quadratmeter grossen Badeanlage sukzessive abgebaut wird. Entsprechend verärgert würden viele auf die Preiserhöhung reagieren. 

«Moderat und kundenfreundlich unterwegs»

Ein Sprecher erklärt gegenüber Blick, dass der Swiss Holiday Park mit den neuen Tarifen «weiterhin moderat und kundenfreundlich unterwegs» sei. Der Preis für ein Jahresabo sei seit 2018 konstant gewesen. Bei den Preisen der Einzeleintritte habe es in den vergangenen Jahren «moderate Aufschläge» gegeben. «Andere Betriebe mit ähnlichem Angebot haben bereits früher die Preise stetig erhöht und nach oben angepasst», sagt er.

So etwa beim Alpamare: Im Erlebnisbad in Pfäffikon SZ gabs jahrelang ein Werktags-Abo, das insbesondere bei Senioren und Seniorinnen beliebt war. Für 680 Franken im Jahr konnte man von Montag bis Freitag den Wasserpark und alle zugehörigen Anlagen besuchen. 2022 schafften die Betreiber das Angebot ab. Bis heute gibt es stattdessen nur noch ein reguläres Jahresabo für 1500 Franken – es ist also mehr als doppelt so teuer.

Der Preisdruck macht auch vor der Landesgrenze nicht Halt: Beim Europa-Park, in den Schweizer jedes Jahr zu Hunderttausenden strömen, zahlt man inzwischen ebenfalls deutlich mehr als noch vor ein paar Jahren. Auch für die diesjährige Saison, die erst vor wenigen Wochen startete, müssen Besucher tiefer in die Tasche greifen. Die Tageskarte für Erwachsene kostet neu 76 statt 73 Euro.

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