220 Stellen betroffen
Novartis schliesst Tabletten-Fabrik

Der Basler Pharmariese Novartis setzt in Deutschland den Rotstift an. Er stellt 2028 den Betrieb der Fabrik in Wehr ein. 220 Arbeitsplätze gehen verloren.
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Novartis plant die Schliessung der Produktionsstätte im deutschen Wehr.
Foto: IMAGO/Zoonar
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Novartis greift durch: Der Basler Pharma-Riese will den deutschen Produktionsstandort in Wehr schliessen – bis voraussichtlich Ende 2028. In Wehr stellt Novartis Tabletten und Kapseln für etablierte Produkte her. Damit ist bald Schluss: «Der Standort ist nicht mehr wettbewerbsfähig», heisst es dazu in einer Mitteilung.

Zahlreiche Novartis-Angestellte verlieren den Job. Die geplante Schliessung führt zum Abbau von 220 Arbeitsplätzen. «Wir sind uns der Unsicherheit bewusst, die diese Ankündigung für unsere Kolleginnen und Kollegen am Standort Wehr mit sich bringt», sagt Novartis-Geschäftsleitungsmitglied Steffen Lang. 

Der Konzern leite nun ein Konsultationsverfahren mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen ein. Und: «Novartis verpflichtet sich, die geplanten Veränderungen verantwortungsvoll, transparent und in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zu gestalten und dabei eine sozialverträgliche Umsetzung sicherzustellen», verspricht das Unternehmen.

Andernorts in Deutschland plant Novartis hingegen einen neuen Standort. In Halle (Sachsen-Anhalt) baut das Unternehmen eine neue Produktionsstätte für Radioligandentherapien. 35 Millionen Euro investiert Novartis dafür. 2027 soll die Fabrik den Betrieb aufnehmen.

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