19 Rappen pro Liter günstiger
Tessin-Eröffnung von Billigtankstelle sorgt für Preisrutsch

Eine erste Discounttankstelle der Firma Etzelpark hat im Tessin eröffnet. Diese Expansion sorgt dort für mehr Konkurrenz und tiefere Preise. Weitere Eröffnungen des Billiganbieters dürften folgen. Auch Deutschschweizer, die in die Ferien fahren, könnten profitieren.
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Die neue Automatentankstelle von Etzelpark in Bellinzona.
Foto: Zvg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Etzelpark-Tankstelle in Bellinzona sorgt seit dem 27. Juni für tiefere Preise
  • Konkurrent Socar reagierte innert 6 Stunden mit 19 Rappen Preissenkung
  • Etzelpark plant Ausbau der Zahl der Standorte, aktuell sind es 10 in der Schweiz
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Ulrich RotzingerWirtschaftschef

Plötzlich geht es schnell. Nicht eine Woche brauchte es, bis nahe gelegene Konkurrenten wie Socar oder Coop Pronto ihre Zapfsäulenpreise senkten. Sondern nur wenige Stunden! Auslöser für den Preisrutsch ist der Billiganbieter Etzelpark, der am vergangenen Samstag erstmals im Tessin eine Tankstelle in Betrieb genommen hat. Konkret: In der Via Franco Zorzi 40, einer Hauptverkehrsstrasse in Bellinzona, rund sechs Minuten von der Gotthard-Autobahn entfernt. 

«Sechs Stunden nach unserer Eröffnung hat der erste Konkurrent bereits die Preise um 19 Rappen gesenkt», sagt Etzelpark-Betreiber Michael Knobel (45) zu Blick. Als Beleg zeigt er Handyfotos, die er kurz nach der Eröffnung am Samstag bei der rund 150 Meter entfernt gelegenen Tankstelle machte.

So verkauft Socar den Liter Bleifrei 95 neu für 1.68 Franken statt bislang 1.87 Franken. Der Liter Diesel kostet neu 1.78 Franken statt 1.97 Franken. Mit der Preissenkung liegt der Anbieter sogar 1 Rappen unter den Preisen von Tessin-Newcomer Etzelpark. Gleiches spielte sich laut Knobel an den Zapfsäulen von Eni ab. Auch weitere Tankstellen in Bellinzona hätten die Preise nun gesenkt. 

Konkurrenz belebt den Wettbewerb

Knobel vermutet, dass die Konkurrenz für die Preissenkungen unter den Einkaufspreis gegangen ist. «Um nicht zu viele Kunden zu verlieren, sind auch andere Unternehmen gezwungen, ihre Preise zu senken», sagt Boris Martinoni, Sprecher des Tessiner Tankstellenverbands ATSS, zum neuen Konkurrenten gegenüber dem Regionalportal La Regione.

Wettbewerb gehöre zum Tankstellengeschäft. Eine solche Preispolitik sei aber langfristig wohl nicht tragfähig für alle Tankstellenbetreiber, wenn diese auch noch einen Shop mit Mitarbeitenden betreiben, so der ATSS-Sprecher. In der Regel seien dann die Spritpreise etwas höher. Die Krux: Wenn Autofahrer nicht anhalten, weil die Treibstoffpreise zu hoch sind, geht auch der Absatz anderer Shop-Produkte zurück.

In Bellinzona setzt Knobel auf Bezahlautomaten. Auf einen Shop verzichtet er. So spart er Lohnkosten. Auf eine grosszügige Marge wie andere Betreiber verzichte er zudem. Inzwischen gehören neun Billig-Tankstellen in der Deutschschweiz zwischen St. Gallen, Pfäffikon SZ und Füllinsdorf BL zu seinem noch jungen Netz. Mit dem zehnten Ableger in Bellinzona sei es noch nicht getan. Weitere Standorte im Tessin würden nun geprüft. Sein Ziel sind schweizweit 40 Tankstellen.

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