Südeuropas Wälder brennen lichterloh
0:52
Von Italien bis Frankreich:Südeuropas Wälder brennen lichterloh

Korsika, Spanien und Italien in Flammen
Hitzewelle löst Brände in Südeuropa aus

Europa kämpft gegen Feuer: In Frankreich, Spanien, Italien und Korsika lodern zahlreiche Waldbrände. In den vergangenen 30 Tagen wurden laut der Plattform Feux de forêt 138 Brände gezählt, 47 Gebiete stehen unter erhöhter Alarmbereitschaft.
Kommentieren
1/5
Die Flammen breiteten sich am Donnerstag auf Korsika rasch aus. Bei Castellu-di-Rustinu wurden rund 64 Hektar Buschland zerstört.
Foto: Facebook SIS2B-Cismontes

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Europa wüten Waldbrände, betroffen sind Korsika, Südfrankreich, Spanien und Italien
  • In Korsika zerstörte ein Feuer 64 Hektar, in Spanien zwei Brände
  • In Frankreich gab es in 30 Tagen 138 Brände, 47 Regionen alarmiert
gina-grace-zurbrügg-ringier.jpg
Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Die Hitze nimmt weiter zu, und mit ihr steigt die Gefahr neuer Wald- und Vegetationsbrände. Während in Kalifornien bereits grosse Feuer wüten, erreichen die Flammen nun auch Europa. Eine Zusammenstellung der Brände von Donnerstagabend und der Nacht zeigt die angespannte Lage in mehreren Ländern.

Korsika

Am Donnerstag brach gegen 13 Uhr in der Gemeinde Castellu-di-Rustinu oberhalb der Strasse zwischen Ponte-Novu und Lento ein Buschbrand aus. Laut der Regionalzeitung «Corse-Matin» könnten Rodungsarbeiten die Ursache gewesen sein. Rund 64 Hektar Buschland wurden zerstört. Etwa 60 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, unterstützt von zwei Canadair-Löschflugzeugen und zwei Dash-Maschinen. Die Überwachung wurde am Freitagmorgen mit Drohnen, dem Helikopter Dragon 2B und weiteren Waldbrandbekämpfern verstärkt.

Südfrankreich

Auf dem französischen Festland haben mehrere Brände Vegetationsflächen erfasst. Im Département Vienne verbrannten zwischen 10 und 15 Hektar, bevor die Feuer am Abend unter Kontrolle gebracht wurden. Vollständig gelöscht waren sie zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht. In La Chapelle-Moulière zerstörte ein Agrarbrand rund sieben Hektar Fläche. Örtliche Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit Traktoren. Auch im Var und im Hérault wurden kleinere Brände gemeldet. Nahe Fontainebleau, im Département Seine-et-Marne, gingen rund 5000 Quadratmeter Vegetation in Flammen auf.

Die meisten Feuer konnten schnell eingedämmt werden. Wegen der anhaltenden Hitze verzeichneten die Einsatzkräfte jedoch zahlreiche parallele Einsätze. Laut der französischen Plattform Feux de forêt, die Live-Karten und aktuelle Informationen zu Wald- und Vegetationsbränden bereitstellt, wurden in den vergangenen 30 Tagen 138 Brände registriert. Am Freitagmorgen standen rund 47 Gebiete unter erhöhter Alarmbereitschaft.

Spanien

In Spanien hielten zwei Waldbrände die Einsatzkräfte in Badajoz und Peraleda del Zaucejo auf Trab. Einer der Brände brach im Gebiet Tres Arroyos bei Badajoz aus. Infoex und die lokale Verwaltung koordinierten die Löscharbeiten. Vor Ort kämpften Waldbrandteams, eine Helikopterstaffel, Umweltschutzbeauftragte und Brandbekämpfungstechniker gegen die Flammen. Am Donnerstagabend gegen 21 Uhr war der Brand in Tres Arroyos unter Kontrolle, wie die spanische Zeitung «HOY» schrieb. Das Feuer in Peraleda del Zaucejo konnte inzwischen eingedämmt werden.

Italien

In der Nacht brach im Archäologischen und Naturpark Longola bei Poggiomarino ein Feuer aus. Die Flammen erfassten ein verlassenes Bauernhaus auf dem Gelände der historischen Stätte, die seit der mittleren Bronzezeit (15. bis 13. Jahrhundert v. Chr.) besiedelt ist. Zwei Einsatzteams waren gegen 2 Uhr vor Ort und konnten den Brand löschen. Auch die Carabinieri von Poggiomarino unterstützten den Einsatz. Die Zeitung «Corriere della Sera» berichtet, dass die historische Stätte vom Feuer verschont blieb. Verletzte gab es keine.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen