Kein Podest für die Schweiz beim Heim-Weltcup
Langlauf – Die Schweizerinnen verpassen zum Auftakt des traditionellen Weltcup-Wochenendes in Davos einen Exploit. Im Teamsprint laufen Anja Weber und Fabienne Alder auf den elften Rang. Vor allem Weber zeigt eine starke Leistung und bringt das einzige Schweizer Duo im Final auf ihren drei Runden immer wieder heran. Am Ende reicht es allerdings nicht, um in den Kampf ums Podest einzugreifen. Der Sieg geht an die Schwedinnen Maja Dahlqvist und Jonna Sundling. Die beiden norwegischen Duos Astrid Oeyre Slind und Mathilde Myhrvold sowie Kristin Austgulen Fosnaes und Kristine Stavaas Skistad komplettieren das Podest.
Bei den Männern verpassen die Schweizer trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Teamleader Valerio Grond das Podest nur knapp. Das Duo Janik Riebli und Noe Naeff läuft über alle sechs Runden vorne mit und schafft es am Ende auf den starken vierten Rang. Der Sieg geht wenig überraschend an die Norweger Johannes Hoeflot Klaebo und Paal Golberg. Federico Pellegrino und Elia Barp aus Italien setzen sich in einem Fotofinish gegen Edvin Anger und Johan Haeggstroem aus Schweden durch und sichern sich den zweiten Platz. Roman Alder und Isai Näff, das zweite Schweizer Duo im Final, laufen auf Rang 13.
Fanny Smith im Skicross auf dem Podest
Skicross – Fanny Smith fährt in Val Thorens (Fr) aufs Podest. Die 36-fache Weltcupsiegerin im Skicross wird nur von der Französin Marielle Berger Sabbatel und der Schwedin Sandra Näslund geschlagen, die wie schon am Vortag den Sieg holt.
Saskja Lack scheitert im Halbfinal. Sixtine Cousin scheitert bereits im Viertelfinal.
Bei den Männern siegt der Kanadier Kevin Drury, der seinen ersten Sieg seit über fünf Jahren einfährt, vor dem Italiener Simone Deromedis und dem Österreicher Tristan Takats. Die Schweizer Alex Fiva und Tobias Baur scheitern beide im Viertelfinal, weil ihnen in der gleichen Kurve kurz vor dem Ziel ein Fehler unterläuft. Jonas Lenherr, Romain Détraz, Gil Martin und Ryan Regez scheitern schon in den Achtelfinals.
Baserga so gut wie (fast) nie
Biathlon – Glanzresultat für Amy Baserga (25) in Hochfilzen (Ö). Im Sprint (7,5 km) schafft sie es auf den 5. Platz. Nur einmal war sie in ihrer Karriere besser klassiert – ein Rang 3 in Ruhpolding in der Vorsaison war das.
Baserga bleibt ohne Schiessfehler, auf die Top 3 fehlen ihr gut 16 Sekunden. Den Sieg holt sich Lou Jeanmonot (Fr) vor Maren Kirkeeide (Nor) und Anna Magnusson (Sd).
Giacomel gewinnt Biathlon-Sprint – Hartweg wieder krank
Biathlon – Tommaso Giacomel gewinnt den zweiten 10-Kilometer-Sprint des Winters in Hochfilzen souverän. Hinter ihm sichert sich Éric Perrot dank eines starken Schlussabschnitts Platz zwei, Philipp Horn rutscht auf Rang drei. Das Rennen ist von vielen fehlerfreien Schiesseinlagen geprägt. Giacomels Sieg ist trotzdem nie gefährdet. Der Italiener dominiert von Beginn an.
Die Schweizer zeigen sich im Vergleich zum Saisonauftakt in Östersund verbessert. Sebastian Stalder ist bei seinem Zieleinlauf gar führender. Am Schluss belegt er Rang 20. Joscha Burkhalter überzeugt mit zwei Nuller-Serien und wird als bester Schweizer 13. Jeremy Finello wird 63.
Der in der letzten Saison beste Schweizer Sprinter Niklas Hartweg verpasst das Rennen in Österreich wegen eines Virus. Bereits letzte Woche in Östersund wurde Hartweg von einer bakteriellen Infektion ausser Gefecht gesetzt. «Das bedeutet, dass ich nun vorzeitig in die Weihnachtspause gehe.»
Brasilianer ist bester Schweizer
Snowboard – Der beste Schweizer beim Halfpipe-Weltcup im chinesischen Secret Garden tritt nicht mehr für die Schweiz an. Pat Burgener, der seit dieser Saison für Brasilien startet, klassiert sich als Vierter knapp hinter dem Podest.
Die Verbands-Schweizer Jan Scherrer (16.), David Hablützel (17.) und Jonas Hasler (18.) schaffen es nicht in den Final der besten 14. Scherrer kehrt nach über einem Jahr Wettkampfpause wegen einer Rippenverletzung in den Weltcup zurück. Das Podest bekleiden drei Japaner. Ayumu Hirano siegt vor Yuto Totsuka und Ruka Hirano.
Bei den Frauen schafft es Isabelle Lötscher auf Rang fünf. Damit egalisiert sie ihr bestes Weltcup-Ergebnis, das sie zuvor in Calgary (Kan) schon zweimal erreicht hat. Die weiteren Schweizerinnen Lura Wick (26.) und Soha Janett (27.) scheitern in der Quali deutlich. Es siegt die Südkoreanerin Gaon Choi vor der Japanerin Rise Kudo und der Chinesin Xuetong Cai.