Darum gehts
- Simon Ammann und Felix Trunz kämpfen um das letzte Olympia-Ticket
- Blick-Reporter Nicola Abt würde den letzten Startplatz an Ammann vergeben
- Über die ganze Saison gesehen war er schlicht besser als sein Konkurrent
Im Olympia-Duell zwischen Simon Ammann (44) und Felix Trunz (19) muss in erster Linie die Leistung entscheiden. Und die spricht für den vierfachen Olympiasieger.
Ammann war über den gesamten Winter gesehen der stärkere Athlet. Der Toggenburger sammelte 26 Weltcup-Punkte, Felix Trunz deren 19. Ammann klassierte sich im Schnitt auf Rang 35, Trunz auf Rang 39. Das mag ein Hinterbänkler-Duell sein – aber Ammann hat darin die Nase vorne.
Auch beim letzten Weltcup-Springen vor Olympia lag Ammann vor seinem Konkurrenten. Zudem verpasste der Toggenburger keine einzige Qualifikation, während Trunz gleich viermal gar nicht erst zum Wettkampf antreten durfte.
Junioren-WM statt Olympia
Für Ammann spricht aber nicht nur die Statistik dieses Winters, sondern auch das Gesamtpaket. Seine Präsenz nimmt Druck von den anderen. Gregor Deschwanden und Sandro Hauswirth könnten sich in aller Ruhe vorbereiten. Obendrauf trägt Ammann das Schweizer Skispringen nochmals in die Welt hinaus. Und hat überdies die Chance, Geschichte zu schreiben: Mit acht Olympiateilnahmen würde er mit den Rekordhaltern Pechstein und Kasai gleichziehen. Eine monumentale Leistung.
Trunz hat ohne Frage Potenzial. Sein jüngster Auftritt war stark, seine Entwicklung stimmt. Genau deshalb braucht es jetzt den richtigen und nicht den schnellsten Weg. Trunz soll Schritt für Schritt an die Weltspitze herangeführt werden.
Die Junioren-WM im März ist dafür der ideale Ort. Dort kann er sich an einem internationalen Grossanlass messen und Erfahrungen sammeln. Die ganz grosse Bühne gehört – vielleicht zum letzten Mal – Simon Ammann.