Deschwanden springt am Holmenkollen zum ersten Sieg
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Ammann als erster Gratulant:Deschwanden springt am Holmenkollen zum ersten Sieg

Erster Sieg nach 5214 Tagen
Was eine Gurke mit Deschwandens Coup zu tun hat

Dieses Wochenende wird Gregor Deschwanden nie vergessen. Bei seinem ersten Weltcupsieg brauchte er neben starken Sprüngen auch etwas Glück. Ein kurioses Geschenk seiner Freundin scheint seinen Job erfüllt zu haben.
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Endlich! Nach langer Wartezeit darf Gregor Deschwanden über seinen ersten Weltcupsieg jubeln.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gregor Deschwanden feiert nach 5214 Tagen seinen ersten Weltcup-Sieg
  • Seine Freundin schenkte ihm im Vorfeld eine Gurke als Glücksbringer
  • Auf den Sieg am Samstag folgte für Deschwanden ein schlechter Tag
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Nicola AbtReporter Sport

5214 Tage. So lange musste Gregor Deschwanden (35) auf seinen ersten Weltcupsieg warten. Vierzehn Jahre, drei Monate und zehn Tage nach seinem Debüt auf höchster Stufe flog der Schweizer Teamleader am Holmenkollen in Oslo endlich zuoberst aufs Podest. «Ich spürte, dass das meine Chance ist. Zum Glück konnte ich sie packen», erklärt er am Montag. 

Der Sieg gelang Deschwanden nicht nur dank zwei starken Sprüngen, sondern auch mit etwas Windglück. So scheiterte beispielsweise Gesamtweltcup-Leader Domen Prevc (26) am Samstag bereits im ersten Durchgang. «Bis zu meinem Sprung war es relativ stabil. Gegen Schluss wurde es dann deutlich schwieriger.»

Möglicherweise hatte da ein spezieller Glücksbringer seine Finger im Spiel. Von Freundin Maria Grzywa bekam Deschwanden nämlich eine «Glücksgurke» mit auf den Weg. Der Olympia-Bronzegewinner muss lachen, als er die Geschichte dazu erzählt.

Der Vater als Lieferant

Beim Glücksbringer handle es sich um einen «Insider-Joke» der beiden. Basierend auf der Herkunft von Grzywa. Sie stammt aus Polen. «Dort hat praktisch jeder Haushalt eingemachte Gurken zu Hause – so wie bei uns Aromat», erklärt Deschwanden. 

Als sie vor einiger Zeit in die Schweiz zog, nahm die Polin mehrere Gläser davon mit. «Ihr Vater macht die selber. Für Maria sind sie ein Stück Heimat.» Deshalb konnte Grzywa nicht widerstehen, als sie eines Tages eine ganz besondere Gurkensorte entdeckte. Eine aus Stoff mit zwei Augen und Händen.

Bier und Champagner

In ihren kleinen Stoffhänden hält sie ein Schild. Darauf steht in fetten Buchstaben der englische Schriftzug «Positive Gurke». Darunter die Botschaft: «Ich bin zwar nur eine kleine Gurke, aber ich glaube an dich, mach dein Ding!» Deschwanden packte diese nicht nur ein, sondern befolgte auch ihren Rat. So liess er sich von den wechselnden Bedingungen nicht aus der Ruhe bringen.

Sein Ding machte der Luzerner dann auch am Abend nach dem Triumph. Grosse Party? Nix da. «Da wir am anderen Tag um 9 Uhr bereits die Qualifikation hatten, blieb es bei einem entspannten Bier.» Trainer Bine Norcic ergänzt: «Ein Glas Champagner gönnten wir uns auch noch.» Gegen 22 Uhr seien dann aber alle in ihren Zimmern verschwunden.

Energie tanken zu Hause

Am Sonntag schien die Glücksgurke ihre ganze Kraft dann bereits aufgebraucht zu haben. Diesmal erwischte Deschwanden eine fiese Windböe, weshalb er den zweiten Durchgang verpasste. «Klar war es etwas Pech. Aber ich zeigte auch den falschen Sprung für diese Windbedingungen. Da bin ich selber schuld.»

Nach diesem ereignisreichen Wochenende freut sich Deschwanden nun auf ein paar ruhigere Tage zu Hause mit seiner Freundin. «Wenn ich mit ihr zusammen bin, rückt das Skispringen in den Hintergrund. Das tut mir jeweils unheimlich gut.»

Bereits am Donnerstag reist der Schweizer Teamleader erneut nach Norwegen. Am Wochenende stehen die nächsten Wettkämpfe an. Mit im Gepäck dann natürlich wieder: seine Glücksgurke.

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