«Mache den Scheiss nicht mit»
Olympiasieger verweigert Sprung in Oslo

Chaos am Holmenkollen: Olympiasieger Philipp Raimund verweigert seinen Sprung beim Weltcup in Oslo. Schuld sind gefährliche Windböen.
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Will Spass haben beim Fliegen: Philipp Raimund.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Philipp Raimund verweigert Sprung beim Weltcup in Oslo wegen starken Böen
  • ARD und Experten loben seine mutige Entscheidung für Sicherheit und Gesundheit
  • Zweiter Durchgang abgesagt, Tomofumi Naito gewinnt mit erstem Sprung
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Blick Sportdesk

Starke Winde, riskante Sprünge und ein mutiger Entschluss: Beim Weltcup am Holmenkollen in Oslo sorgt der deutsche Olympiasieger Philipp Raimund (25) für Aufsehen. Angesichts gefährlicher Böen lehnt es der Skispringer ab, seinen Sprung zu absolvieren. Sein Kommentar ist im TV bei ARD klar zu hören: «Ich werde nicht springen. Ich mache diesen Scheiss hier nicht mit.»

Die chaotischen Windverhältnisse bringen einige Springer in prekäre Lagen. Selbst erfahrene Athleten wie Raimunds Teamkollege Felix Hoffmann (28) werden während ihres Sprungs regelrecht durchgeschüttelt und kämpfen um Kontrolle.

Nach reiflicher Überlegung zieht Raimund die Reissleine und entscheidet sich gegen den Start. «Ich habe einige Sprünge gesehen, die überhaupt nicht ruhig durch die Luft gingen. Es wurde immer wilder und unberechenbarer», erklärt Raimund. «Da habe ich mir gesagt: ‹Was mache ich hier eigentlich?› Ich will Spass am Skispringen haben und mir keine Sorgen machen müssen, ob ich heil unten ankomme.»

Sein Statement sorgt für gemischte Reaktionen, erntet jedoch vor allem Zustimmung. ARD-Kommentator Tom Bartels lobt die Entscheidung live im TV: «Gesundheit steht über allem. Ich finde es super, dass ein Springer von sich aus sagt: ‹Nein, das macht so keinen Sinn.›» 

Skisprung-Legende Sven Hannawald (51) teilt diese Meinung und nennt Raimunds Verhalten «sensationell». «Heute ist es völlig wild. Da kannst du auch Lotto spielen», sagt er als Experte bei ARD.

Am Ende muss der zweite Durchgang wegen der gefährlichen Bedingungen abgesagt werden. Somit reicht der erste Sprung, um einen Sieger zu küren: Der Japaner Tomofumi Naito (33) feiert seinen ersten Weltcupsieg.

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