«Es ist Sport, das weiss auch Simon»
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Olympia-Aus für Ammann:«Es ist Sport, das weiss auch Simon»

Entscheid ist gefallen
Skisprung-Legende Ammann kassiert Olympia-Ohrfeige

Die Verantwortlichen im Skispringen haben endlich das letzte Olympia-Ticket vergeben. Altmeister Simon Ammann muss sich einem Teenager geschlagen geben.
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Riesige Enttäuschung: Simon Ammann verpasst die Olympischen Spiele in Italien.
Foto: IMAGO/Ulrich Wagner

Darum gehts

  • Simon Ammann verpasst Olympia 2026, Felix Trunz nimmt seinen Platz ein
  • Trainer entscheiden sich gegen die Erfahrung und für die Jugend
  • Trunz startet am 5. Februar in Predazzo, Junioren-WM folgt im März
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicola AbtReporter Sport

Der Olympia-Traum von Simon Ammann (44) ist geplatzt. Der Altmeister muss zu Hause bleiben. An seiner Stelle reist Felix Trunz (19) nach Italien. Das teilt Swiss Olympic am Montag mit. Damit verpasst es Ammann, einmal mehr Geschichte zu schreiben. 

Mit seiner achten Teilnahme wäre der Toggenburger mit den Rekordhaltern Noriaki Kasai (53) und Claudia Pechstein (53) gleichgezogen. Bis zur definitiven Selektion musste Ammann wochenlang warten. Immer wieder wurde die Entscheidung vertagt. Und das, weil sich weder Ammann noch Trunz entscheidend distanzieren konnten. 

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Jugend schlägt Erfahrung

Beide zeigten an der Skiflug-WM zuletzt keine überzeugenden Leistungen. «Ich bin richtig sauer», sagte Norcic am Freitagabend. Weil die Olympia-Kandidaten bereits nach dem ersten Durchgang ausgeschieden waren. 

Da sich Ammann in der Qualifikation und im Einzel-Wettkampf leicht besser präsentierte, schien der Toggenburger im Vorteil zu sein. Dem ist jedoch nicht so, wie nun bekannt wurde. Damit haben sich die Verantwortlichen für die Jugend und gegen die Erfahrung entschieden.

Für Trunz ist es ein weiterer wichtiger Meilenstein auf seinem Weg an die Weltspitze. Dass sich die Trainer nach einer schwierigen Saison für ihn entschieden haben, spricht für sein grosses Potenzial. 

Zwei Highlights für den Teenager

Während sich Ammann nun vom ganzen Selektionsstress erholen kann, geht es für Trunz Schlag auf Schlag weiter. Denn bereits am 5. Februar steht in Italien das erste Training auf dem Programm. Vier Tage später geht es bereits ein erstes Mal um die Medaillen. 

Neben Trunz reisen auch Sandro Hauswirth (25) und Teamleader Gregor Deschwanden (34) nach Predazzo. Bleibt zu hoffen, dass sich Deschwanden bis dahin aus seinem Formtief befreien kann. Ein Medaillengewinn wäre nach dieser schwierigen Saison aus Schweizer Sicht eine Sensation.

Nach dem Saisonhöhepunkt in Italien geht es für Trunz gleich mit dem nächsten Grossanlass weiter. Anfang März möchte der Teenager bei der Junioren-WM für Furore sorgen.

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