Schweizer Curling-Heldinnen werden am Flughafen gefeiert
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«Wir sind überwältigt»:Curling-Heldinnen werden am Flughafen gefeiert

Shitstorm vor Sensationscoup der Curlerinnen
«Ich musste auf Instagram mein Postfach schliessen»

Zahlreiche Fans bescheren den Curling-Weltmeisterinnen einen warmen Empfang am Flughafen Zürich – dies nach einem emotionalen Kaltstart des Teams um Skip Xenia Schwaller. Nach viel Gegenwind und bösem Blut in der Szene schlug das Quartett an der WM eindrücklich zurück.
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Emotionale Begrüssung am Flughafen: Die Curlerinnen werden von ihren Liebsten in die Arme genommen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Curling-Team gewinnt überraschend WM-Titel in Calgary, Empfang in Zürich.
  • Trotz Kritik und Gegenwind gelingt dem jungen Quartett ein Sensationscoup.
  • Team will für nächste vier Jahre beisammenbleiben.
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Marco PescioReporter Sport

Schon ein paar Minuten vor dem Erscheinen der Curling-WM-Heldinnen von Calgary geht ein Raunen durch die Ankunftshalle am Flughafen Zürich. Ein gerade angekommenes Ehepaar latscht geistesabwesend über eine auf dem Boden ausgebreitete Schweizer Flagge – und empört damit den einen oder anderen Curling-Fan.

Wenig später ist diese Episode wieder vergessen. Dann nämlich kommen Xenia Schwaller (23), Selina Gafner (22), Fabienne Rieder (23) und Selina Rychiger (22) um die Ecke.

Was folgt, sind emotionale Szenen, die vor Ort niemand unberührt lassen. Unter lautem Freudengeschrei und Kuhglockengebimmel fallen sich alle um den Hals – und jeder Vorbeilaufende merkt direkt, dass hier etwas Besonderes gefeiert wird. Es ist selbst für ein im Curling erfolgsverwöhntes Land wie die Schweiz ein spezieller WM-Titel. Weil er eine brisante Vorgeschichte hat.

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Als das Team Schwaller an der SM in Bern die Olympia-Silber-Equipe von Silvana Tirinzoni (46) schlug und sich damit das WM-Ticket erspielte, glaubten nicht viele an das junge Quartett. Es ging gar so weit, dass Skip Schwaller beim WM-Start Schutzmassnahmen ergreifen musste, wie sie erzählt: «Wir haben von aussen viel Gegenwind bekommen. Es hiess: Warum seid ihr jetzt an der WM? Und man sagte uns, dass wir es nicht verdient hätten.» Und als dann auch noch das erste Spiel bei ihrem allerersten Elite-Turnier verloren ging, sahen sich viele Kritiker in ihrer Meinung bestärkt.

Das war zu viel des Guten für Schwaller: «Ich habe ab jenem Zeitpunkt bei Blick und SRF keine Kommentare mehr gelesen. Es waren einige böse darunter. Zudem musste ich auf Instagram mein Postfach schliessen. Es hat einfach nicht mehr aufgehört.»

«Jetzt ist kein einziger Kommentar mehr da»

Rückblickend war genau das der Auftakt zum märchenhaften Lauf von Schwaller und Co. Die Schweizerinnen reihten Sieg an Sieg und marschierten unaufhaltsam bis zum Weltmeistertitel. Der Coup war letztlich hochverdient – und brachte sämtliche Kritiker zum Schweigen. «Jetzt ist kein einziger Kommentar mehr da», meint Schwaller lachend und sagt auf die Frage, ob ein bisschen Genugtuung mitschwinge. «Vielleicht ein Stück weit. Vor allem aber wollten wir uns selbst beweisen, dass wir es verdient haben und alles richtig gemacht haben.»

Sie ortet das Problem vor allem darin, dass Curling ausserhalb der Grossanlässe in der breiten Öffentlichkeit nicht viel Aufmerksamkeit erlange: «Wir sind seit zwei Jahren in den Top 10 der Weltrangliste, in dieser Saison gar in den Top 5. Aber das weiss einfach niemand.»

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«So viele grosse Emotionen»

Nun überwiegen schlicht der Stolz und die Freude, zusammen etwas Grosses erreicht zu haben – und es nun mit den Liebsten feiern zu können. «Alle, die uns sehr am Herzen liegen, sind gekommen. Das ist megaschön», meint Schwaller, die zugibt, dass es bei ihr erst auf dem Flug von Toronto nach Zürich «Klick gemacht» habe, was da in der letzten Woche alles geschehen ist. Und Teamkollegin Rieder ergänzt: «Wir hatten so viele grosse Emotionen, wir haben all dies noch gar nicht richtig realisiert. Und dass wir dann auch noch so einen Empfang bekommen, ist einfach unglaublich cool.»

Das junge, praktisch gleichaltrige Team durfte in Calgary schon früh einen Riesenerfolg feiern. Nun sollen sich noch viele dazugesellen, denn Schwaller verrät: «Wir haben uns schon vor der Schweizer Meisterschaft füreinander ausgesprochen.» Die Equipe will für vier Jahre bis Olympia 2030 zusammenbleiben – und weiterhin allen zeigen, wozu sie fähig ist.

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