Blatty/Kambundji stürzen in Altenberg heftig
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Olympiatraum geplatzt:Blatty/Kambundji stürzen in Altenberg heftig

Bob-Schock auf Unglücksbahn
Brutaler Sturz zerstört Olympia-Traum von Blatty und Kambundji

Inola Blatty und Anschieberin Muswama Kambundji stürzen beim Weltcup-Final in Altenberg heftig. Die Schweiz kann so nicht wie erhofft ein drittes Frauenteam für Olympia nominieren. Bei den Männern gelingt dieses Vorhaben hingegen dank Timo Rohner.
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Inola Blatty und Muswama Kambundji müssen nach einem heftigen Sturz in Altenberg ihre Olympia-Träume begraben.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Inola Blatty und Muswama Kambundji stürzen in Altenberg beim Weltcup-Final
  • Keine Verletzungen, Olympia-Traum nach erstem Lauf aber geplatzt
  • Für Anschieberin Kambundji gibts noch winzige Olympia-Hoffnungen
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Der Druck auf Bobpilotin Inola Blatty (27) ist an diesem Sonntagmorgen riesig. Die Aargauerin und ihre Anschieberin Muswama Kambundji (30) müssen im letzten Weltcup-Rennen der Saison die kanadische Rivalin Bianca Ribi (29) um vier Ränge besiegen, damit die Schweiz im Duell gegen Kanada den erhofften dritten Olympia-Startplatz bekommt.

Doch dann platzt Blattys Olympia-Traum auf brutale Weise. Sie erwischt auf der gefährlichen Bahn im deutschen Altenberg im berühmt-berüchtigten Kreisel die Ideallinie nicht, der Schlitten stürzt heftig.

Heftiger Crash auf der berüchtigten Bahn in Altenberg: Der Schlitten von Inola Blatty/Muswama Kambundji schlittert kopfüber durch den Eiskanal.

Blatty und Kambundji können selbstständig aussteigen

Er rauscht kopfüber die restlichen Kurven bis ins Ziel – und dann wieder zurück bis in die letzte Kurve. Also genau das gefürchtete Szenario, das in Altenberg vor zwei Jahren beim Schweizer Anschieber Sandro Michel (29) zu lebensgefährlichen Verletzungen geführt hat. Von den gemäss Bahnbetreibern angesagten, verbesserten Sicherheitsmassnahmen auf der Unglücksbahn ist wenig zu sehen.

Diesmal gehts glücklicherweise glimpflich aus. Kambundji kann sich im Gegensatz zu Michel damals im Schlitten festhalten, die Schwester von Hürden-Weltmeisterin Ditaji Kambundji und auch Blatty können selbstständig aussteigen. Das Duo umarmt sich innig, es ist gegenseitiger Trost – der Olympia-Traum ist schon nach dem ersten Lauf geplatzt.

Kambundji dürfte nun als Ersatzfrau nach Cortina reisen

Allerdings: Kambundji wird im Februar wahrscheinlich trotzdem Olympia-Luft atmen dürfen, wenn sie von Swiss Sliding wie erwartet als Ersatz-Anschieberin für beide qualifizierten Teams (mit den Pilotinnen Melanie Hasler und Debora Annen) nominiert wird.

Um wie ihre Schwestern Mujinga und Ditaji an den Sommerspielen als dritte Kambundji bei Winterspielen zum Einsatz zu kommen, müsste sich allerdings eine der Stamm-Anschieberinnen (Nadja Pasternack und Salomé Kora) verletzen.

Rohner Bulls rasen zum Olympia-Ticket

Besser klappts im Viererbob-Rennen: Die Schweizer Männer holen sich den dritten Olympia-Startplatz (neben Michael Vogt und Cédric Follador), weil der Zuger Timo Rohner (28) mit seinen Rohner Bulls die Nerven behält und das nötige Ergebnis einfährt.

Dass in Altenberg die Sicherheit doch etwas verbessert wurde, zeigt sich übrigens beim Sturz vom Schweizer Weltcup-Debütant Kilian Rohn (23). Bahn-Helfer eilen herbei, um den Schlitten des Berners vor dem Zurückrutschen zu stoppen.

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