Darum gehts
- Lea Meier beeindruckt als beste Schweizer Biathletin an den Winterspielen 2026
- Mit Rang sieben im 15-km-Einzel setzt sie ein Ausrufezeichen
- Prättigau als Kraftort – und Social Media für die Unterhaltung
Dass Lea Meier (24) weiss, wie Social Media funktioniert, hat sie schon vor knapp eineinhalb Jahren bewiesen, als die Internationale Biathlon-Union (IBU) die Bündnerin mit einem Award für das beste 2-Minuten-Video über ihre Sportart auszeichnete. Und auch dieser Tage zeigt sie, dass es ihr nicht schwerfällt, Leute zu unterhalten. Die filmischen Einblicke in ihren Alltag als Olympionikin sind kurzweilig und humorvoll. Wie etwa ihr Valentingstagsbeitrag, bei dem auch Kamerafrau und Teamkollegin Amy Baserga (25) ordentlich ins Kichern kam.
Lea Meier, das ist die an diesen Winterspielen beste Biathletin der Schweiz, die es in nur einem Jahr von der Ersatzläuferin zur Hoffnungsträgerin geschafft hat – mit dem starken siebten Platz im Einzel über 15 km in als dickes Ausrufezeichen. Die Jugendweltmeisterin von 2020 stellt ein grosses Versprechen für die Schweizer Biathlon-Zukunft dar. Und aktuell? Ein Gewinn für die Schweizer Olympia-Delegation. Denn was Meier eben auch ist: Eine Ulknudel. Eine Frohnatur, die immer für einen Spass oder ein Abenteuer zu haben ist.
Immer für einen Spruch gut
Meier singt für ihr Leben gern, bevorzugt mit ihrer Cousine Leana zu Hause im Prättigau. Sie stellt sich auch an der Ukulele gut an, geht Gleitschirmfliegen oder Bergsteigen. Ihre Hausberge kraxelt sie so schnurgerade hoch, wie sie spricht. «Ein Klettersteig ist für mich halt wie ein Trottoir», meinte sie vor einem Jahr, als Blick sie daheim in Stels besuchte.
Ihre Heimat ist ihr absoluter Kraftort. Dort, wo ihre Liebsten sind, wo sie mit Hund und Pferden raus kann, wo sie gefühlt jeden Stein am Wegrand kennt. Und wo sie auch schon so manchen sportlichen Entschluss gefällt hat. Vor der laufenden Saison entschied sich Meier, besser auf sich selbst zu hören, was in ihrem Fall bedeutete, dass sie vermehrt alleine trainierte. Dadurch konnte sie in ihrer «eigenen Intensität» arbeiten, zudem investierte sie viel ins Stabilitätstraining und in die Ernährung, wie sie sagt. Mit der Folge, dass sie nun festhalten kann: «Ich bin in meiner bislang besten Verfassung.»
Das lässt sich an den olympischen Rennen mit den Plätzen sieben, 13 (Sprint) und 24 (Verfolgung) auch an den Ergebnissen ablesen. Meier macht immer mehr von sich reden. Mit einer erfrischenden Kombination aus Top-Resultaten und Social-Media-Unterhaltung.
