Trotz Nutella-Erklärung
Italienische Biathletin nach Doping-Wirbel nicht am Start

Ein Löffel Nutella soll der Grund dafür sein, dass bei der italienischen Biathletin Rebecca Passler im Vorfeld der Spiele eine verbotene Substanz nachgewiesen wurde. Das Berufungsgericht glaubt ihr. Dennoch darf Passler am Mittwoch nicht starten.
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Rebecca Passlers Olympia-Traum ist geplatzt.
Foto: Getty Images
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Marco MäderLeiter Sport-Desk

Rebecca Passler (24) wird am Mittwoch beim Olympia-Staffelrennen nicht am Start stehen. Die italienische Biathletin wurde im Vorfeld der Spiele positiv auf die verbotene Substanz Letrozol getestet. Der Wirkstoff wird in der Brustkrebs-Therapie verwendet und beeinflusst den Östrogenspiegel. Passler wurde vor Olympia suspendiert.

Das Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Behörde hat diese Suspendierung nach einem Einspruch zwischenzeitlich aufgehoben. Es soll Hinweise gegeben haben, dass die Südtirolerin die Substanz unabsichtlich zu sich genommen hat.

Vor Gericht schilderte Passler, wie es zu einer Verunreinigung gekommen sein könnte: Ein Löffel soll mit dem Medikament in Berührung gekommen sein. Später sei dieser beim Essen verwendet worden, unter anderem habe sie damit Nutella konsumiert. Passlers Mutter nimmt wegen einer Krebserkrankung Letrozol ein.

Das Berufungsgericht hielt diese Erklärung für plausibel. Passler stieg wieder ins Teamtraining ein. Doch nun folgt der nächste Dämpfer für die 24-Jährige: Der italienische Wintersportverband hat entschieden, dass Passler aus sportlichen Gründen doch nicht am Staffelrennen am Mittwoch über 4x6 Kilometer starten darf. Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi, Hannah Auchentaller und Michela Carrara kommen zum Einsatz. 

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