Biathlon-Gemeinschaft ehrt Sivert Guttorm Bakken (†27)
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Startnummer 1 nicht vergeben:Biathlon-Gemeinschaft ehrt Sivert Guttorm Bakken (†27)

«Dumm, es so darzustellen»
Norweger wehren sich nach Tod von Biathlet Bakken (†27) gegen Vorwürfe

Seit dem plötzlichen Tod von Biathlet Sivert Guttorm Bakken sieht sich der norwegische Verband mit Vorwürfen konfrontiert. Dieser wehrt sich nun.
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Nach dem plötzlichen Tod von Biathlet Sivert Guttorm Bakken wehrt sich der norwegische Verband gegen den Vorwurf, zu riskante oder gar illegale Trainingsmethoden anzuwenden.
Foto: imago images/Harald Deubert

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Biathlet Sivert Guttorm Bakken wurde tot in Italien gefunden
  • Abschlussbericht zu den Umständen seines Todes wird im März erwartet
  • Norwegischer Verband wehrt sich gegen Vorwürfe zu riskanter Trainingsmethoden
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Als Biathlet Sivert Guttorm Bakken (†27) kurz vor Weihnachten in seinem Hotelzimmer am Passo di Lavazè in Italien tot aufgefunden wurde, trug er eine Höhentrainingsmaske. Dies löste eine Debatte um die Trainingsmethoden des norwegischen Verbands aus. Dem Vorwurf, dass diese gefährlich oder gar widerrechtlich gewesen seien, stellt sich Anders Brun Hennum (38), Entwicklungschef der norwegischen Biathleten, nun entschieden entgegen.

Gegenüber dem norwegischen öffentlich-rechtlichen TV-Sender NRK betont er: «Ich denke, es ist dumm, es so darzustellen, als ob hier jemand etwas Illegales getan habe. Das ist nicht der Fall.» Es gäbe keine Geheimnisse und man lege offen, was im Training und an Wettkämpfen gemacht werde.

Nutzung von Höhenmasken nun verboten

So auch bei der Maske: Gemäss Hennum gehörte diese zum Equipment des Verbands, das jederzeit zugänglich gewesen sei. Das Ziel damit: Höhentrainingslager simulieren. Mittlerweile ist deren Nutzung für die norwegischen Athletinnen und Athleten als Reaktion auf den tragischen Todesfall aber bis auf Weiteres untersagt worden.

Standard sei die Methode im norwegischen Biathlon ohnehin nie gewesen: «Wir haben nur wenig Leute, die es genutzt oder getestet haben», so der Verbandsvertreter. Die Verantwortung dafür liege primär bei den Sportlerinnen und Sportlern selbst, wobei das Trainerteam jeweils informiert gewesen sei, aber diesbezüglich keine Vorgaben gemacht habe.

Keine Startnummer 1 in Oberhof

Ob zwischen der getragenen Maske und Bakkens Tod tatsächlich ein Zusammenhang besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen vonseiten der italienischen Staatsanwaltschaft. Der Abschlussbericht wird im März erwartet.

Die Tragödie um Bakken überschattet auch die anstehenden Weltcup-Rennen im deutschen Oberhof, die ersten seit dessen Tod. Beim Männer-Sprint am Donnerstag wird die Startnummer 1 nicht vergeben und somit dem verstorbenen Athleten gewidmet. Ausserdem soll zu Ehren von Bakken vor dem Rennstart eine Minute lang applaudiert werden.

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