Wieder kein Halbfinal-Einzug
Gefrustete Bencic scheidet in Charleston nach Top-Start aus

Für Belinda Bencic wird es vorläufig keinen zweiten Titel in Charleston geben. Die Schweizerin muss sich trotz eines vielversprechenden Startes der US-Amerikanerin Madison Keys geschlagen geben.
Kommentieren
1/2
Belinda Bencic scheitert in Charleston im Viertelfinal.
Foto: keystone-sda.ch
RMS_Portrait_531.JPG
Cédric HeebRedaktor Sport

Das Duell zwischen Belinda Bencic (29, WTA 12) und Madison Keys (31, WTA 18) im Charleston-Viertelfinal ist eines zweier ehemaliger Gewinnerinnen des WTA-500-Turniers. Die US-Amerikanerin holte 2019 den Titel, drei Jahre später triumphierte Bencic. Damals bezwang sie Keys im Achtelfinal, heuer hat sie das Nachsehen. Bencic verliert 6:4, 3:6, 2:6, obwohl im ersten Satz alles nach Plan läuft.

Zweimal gelingt Bencic da ein Break. Nach dem ersten zum 2:0 gibt die Ostschweizerin zwar umgehend ihr eigenes Aufschlagsspiel ab, kann dann aber beim Stand von 5:4 ihren sechsten Breakball verwerten und tütet den ersten Durchgang ein. Die Fehleranfälligkeit macht im ersten Satz den Unterschied: Während bei der Olympiasiegerin von 2021 nur gerade sechs unerzwungene Fehler zusammenkommen, sind es bei Keys 14.

Doch dann kippt das Match. Keys dreht mächtig auf, plötzlich ist Bencic fehleranfälliger. Und bei der 29-Jährigen entlädt sich der Frust, zwischenzeitlich knallt sie ihren Schläger mehrmals wütend auf den Boden. Das Momentum liegt nun bei der US-Amerikanerin, die mit einem Break zu null den zweiten Satz für sich entscheidet.

Bencic nimmt sich eine lange Pause, bevor der 3. Satz beginnt – nützen tut dies aber nichts. Zwar schnuppert sie gleich zu Beginn am Break, holt es aber nicht. Keys zieht auf 4:0 davon, Bencic kann bis zum Spielende nur noch ein Break wettmachen. Somit muss die Flawilerin weiter auf ihren ersten Halbfinal-Einzug in diesem Jahr warten. Weiter geht es für sie am Billie Jean King Cup kommende Woche in Biel gegen Tschechien (10./11. April).

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen