Verrücktes Format an Australian Open
Amateure fordern Alcaraz und Co. – eine Million winkt!

Ein einziger Punkt entscheidet übers Weiterkommen: Der «1 Point Slam» im Vorfeld der Australian Open gibt zu reden. Fans dürfen träumen, doch nicht alle in der Tennisszene sind begeistert.
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Kann jemand Carlos Alcaraz eliminieren? Ein guter Schlag würde schon reichen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Australian Open 2026 starten mit «1 Point Slam»-Showturnier
  • Ein einziger Punkt entscheidet, Turniersieger gewinnt 535’000 Franken
  • 48 Teilnehmer: 24 Profis, 8 Promis, 16 Amateure
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Marco PescioReporter Sport

Stell dir vor, dein grösster Traum ist es, einmal mit Carlos Alcaraz auf dem Platz zu stehen und die Weltnummer eins im Ballwechsel herauszufordern. Für den Normalbürger ist das für gewöhnlich eine Utopie. Die Australian Open machen es nun aber möglich. Alles, was es dafür braucht, ist ein bisschen (Los-)Glück und ein gutes Tennishändchen. Nach der Erstaustragung 2025 pusht das Grand-Slam-Turnier den «1 Point Slam» in diesem Jahr so richtig – und holt dafür einen Superstar nach dem anderen an Bord.

Der Witz an der Sache: Das Showturnier am Mittwoch funktioniert so, dass in einem Tableau mit 48 Teilnehmern Profis, Hobbyspieler und Fans gegeneinander antreten und jeweils ein einziger Punkt fürs Weiterkommen entscheidet. Der Ablauf könnte simpler nicht sein: Aufschlag, möglicher Ballwechsel (wenn es überhaupt so weit kommt), Punkt. Zack, vorbei! Wer aufschlagen darf, wird mit einer Runde «Schere, Stein, Papier» festgelegt.

Das Verlockende für alle Beteiligten ist der Preis. Der Event steht unter dem Motto: «The winner takes it all» (zu Deutsch: der Gewinner kriegt alles). Und das wäre in diesem Fall die stattliche Summe von einer Million australischer Dollar, was umgerechnet stolze 535’000 Franken sind.

Aufgeteilt wird das Teilnehmerfeld auf 24 Profis, darunter Alcaraz, Jannik Sinner, Iga Swiatek, Naomi Osaka, Daniil Medwedew, Coco Gauff, Felix Auger-Aliassime oder Jasmine Paolini, acht Wildcards für Promis, acht Sieger von regionalen Vorausscheidungen in Australien und acht Amateure oder Fans, die auf der Anlage spontan (oder geplant) in der Quali mitmachen und sich dort durchsetzen.

Sinner hat seinen Spass

Natürlich: Die Profis werden Vorteile haben, allerdings dürfte es auch zu vielen kleinen Sensationen kommen, zumal bei nur einem Punkt ein blöder Fehler oder ein Netzroller schnell passiert ist. Ein Beispiel hat in der Quali bereits Luke Saville, immerhin bis vor kurzem Profi, geliefert: Der Ehemann der australischen Top-Spielerin Daria Saville verlor gegen Simone Vagnozzi, den spontan angetretenen Coach von Sinner, aufgrund eines Doppelfehlers beim Service. Sinner verfolgte die Partie äusserst amüsiert, später musste der Weltranglistenzweite aber feststellen, dass sein Trainer in der nächsten Runde bereits rausgeflogen ist. Weil sein Gegenüber den Aufschlag diesmal im Griff hatte.

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Nun, Sinner findet das verrückte Format offenbar lustig, andere hingegen bräuchten das Brimborium im Vorfeld des am Sonntag beginnenden Hauptturniers nicht unbedingt. US-Topstar Gauff fand kürzlich: «Ich freue mich nicht wirklich drauf.» Sie sei quasi dazu überredet worden, mitzumachen. Der zweifachen Grand-Slam-Siegerin ist es wohl eine Ablenkung zu viel vor dem ersten grossen Tennis-Highlight des Jahres. Allerdings räumte sie schliesslich doch noch ein: «Für die Fans ist es eine tolle Sache, es bewirbt die spassige Seite unseres Sports.»

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