Bencic und Co. dürfen vom Titel träumen
In «Belinda’s World» gibts einen heimlichen Helden

Der Schweizer Weg beim United Cup führt bis in den Final – dank einer nicht zu stoppenden Belinda Bencic. Und dem stillen Arbeiter im Hintergrund: Jakub Paul.
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Belinda Bencic und Jakub Paul sorgen im Doppel für die Entscheidung gegen Belgien.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Belinda Bencic führt das Schweizer Team in den United-Cup-Final am Sonntag
  • Jakub Paul ersetzte Wawrinka erfolgreich und blieb im Doppel ungeschlagen
  • Der Churer Paul ist zum Doppelspezialisten avanciert, er ist die Nummer 81 der Welt
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Marco PescioReporter Sport

Das T-Shirt mit der Aufschrift «Belinda’s World» bringt dem Schweizer Team beim United Cup Glück. Belinda Bencic hatte nach dem Halbfinaleinzug mit Stan Wawrinka einen Deal abgeschlossen, dass dieser das Leibchen während ihres nächsten Matches in der Box tragen müsse. Und natürlich hat der Romand während der Affiche gegen Belgien Wort gehalten – und sie zum Sieg über Elise Mertens (6:3, 4:6, 7:6) gecoacht.

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Der Satz, den Wawrinka aufgrund der starken Auftritte von Bencic schon das gesamte Turnier über wiederholte, hat weiterhin Gültigkeit. Weil die Ostschweizerin, das Team von Runde zu Runde trug, meinte er: «Wir leben alle in Belinda’s World.» Und in ebendiesem Universum darf die Schweiz nun vom United-Cup-Titel träumen. Am Sonntag steht der Final gegen Polen an.

Mit dieser Form von Bencic und den ebenfalls guten Auftritten in dieser Woche von Wawrinka – auch gegen Zizou Bergs war die Sache äusserst knapp (3:6, 7:6, 3:6) – sind die Schweizer heisse Anwärter auf die Trophäe. Und dann gäbe es da auch noch den heimlichen Helden der Equipe: Jakub Paul, der 26-jährige Churer, der im Einzel normalerweise auf der Challenger-Tour unterwegs ist, sich aber im Doppel immer weiter hochgearbeitet hat. Im letzten Jahr stürmte er dort in die Top 100 der Weltrangliste, aktuell belegt er Position 81. Und beim United Cup hat er an der Seite von Bencic noch keine einzige Partie verloren. Gegen Belgien sorgte das Gespann mit dem 6:3, 0:6, 10:5-Erfolg fürs Schweizer Weiterkommen.

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«Es ist irgendwie verrückt, ich brauche immer noch Zeit, es zu realisieren», sagte Paul vor dem Halbfinal, als er darauf angesprochen wurde, ob er sich jemals überhaupt getraut hätte, davon zu träumen, bei einem so grossen Turnier teilzunehmen und mit Bencic so viele Spiele zu bestreiten.

Eigentlich war im Schweizer Team vorgesehen gewesen, dass Wawrinka und Bencic ein Duo bilden würden, doch weil Wawrinka von Beginn an sehr lange Matches bestritt und er seinen 40-jährigen Körper im Anschluss schonen musste, rutschte Paul nach. Und der Bündner nutzte seine Chance derart gut, dass ihn Wawrinka hinterher sogar als «MVP», also als wertvollsten Spieler, bezeichnen sollte. In «Belinda’s World» scheint es auch Platz für Überraschungen zu geben.

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