Darum gehts
- Stan Wawrinka beeindruckt beim United Cup 2026 in Perth mit Top-Leistungen
- Er wartet auf eine Wildcard für die Australian Open in Melbourne
- Wawrinka rangiert aktuell auf Platz ATP 156
Dass Stan Wawrinka auch mit 40 Jahren immer noch auf Top-Level agiert, hat der Romand zum Auftakt des United Cups in Perth eindrücklich gezeigt. In zwei hochintensiven Partien forderte er Arthur Rinderknech (Fr) und Flavio Cobolli (It) alles ab. Ersteren schlug er 5:7, 7:6, 7:6, gegen Zweiteren verlor er 4:6, 7:6, 6:7. Beide Gegner sind in den Top 30 der Weltrangliste und werden bei den am 18. Januar beginnenden Australian Open gesetzt sein. Ob aber Wawrinka dann ebenfalls in Melbourne aufschlagen darf, ist weiterhin offen.
Das Grand-Slam-Turnier hat noch nicht alle Wildcards vergeben. Kommt der Sieger von 2014 wie im Vorjahr in den Genuss einer Einladung? Aufgrund seines Rankings deutlich ausserhalb der Top 100 (aktuell ATP 156) wäre er darauf angewiesen, wobei es freilich auch den beschwerlichen Weg über die Qualifikation geben würde. Dieser war für Wawrinka in den letzten Jahren im fortgeschrittenen Alter aber nie Thema – und so fehlt er auch diesmal auf der Entry List für die Quali, wo bei den Schweizern Männern nur die drei Namen Leandro Riedi (23), Jérôme Kym (22) und Henry Bernet (18) draufstehen. Wawrinka entschied sich stattdessen fürs ATP-250-Turnier in Auckland.
«Die naheliegendste Wahl»
Dass der Waadtländer in seinem letzten Jahr auf der Tour um die Australian Open zittern muss, verstehen viele in der Tennis-Szene nicht. Der renommierte US-Tennisjournalist Ben Rothenberg schreibt auf X: «Angesichts seiner guten Auftritte diese Woche sollte Wawrinka die naheliegendste Wahl für einen Wildcard-Platz im Hauptfeld von Melbourne sein.» Und Wawrinkas United-Cup-Teamkollegin Belinda Bencic (28) meint in Perth: «Das sollte nicht mal eine Frage sein. Ich weiss nicht, worauf sie noch warten.»
Wawrinka selbst bleibt cool, er sagt nach seiner Niederlage gegen Cobolli am Sonntag: «Ich weiss es nicht. Ich nehme einfach Woche für Woche. Wenn ich gute Nachrichten erhalte, wie beispielsweise, dass ich hier oder in Auckland spielen darf, bin ich superglücklich. Wenn nicht, ist alles gut. Dann reise ich ans nächste Turnier.»
Klar ist: Mit der Ankündigung, dass 2026 sein letztes Jahr im Profi-Zirkus sein wird, hat Wawrinka zusätzliche Argumente für allfällige Wildcards geliefert: Wer will dem hochbeliebten Altmeister denn die Abschiedstournee vermiesen?